LMBV: 50. Auflage der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland hat stattgefunden

Ein Rückblick auf erreichte Meilensteile - LMBV-Vertreter wirken mit

Leipzig. Bereits zum 50. Mal hat sich die Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland, ein Gremium aus regionalen Akteuren, die an der Gestaltung des Leipziger Neuseenlandes beteiligt sind, am 29. Juni in Leipzig zur Beratung getroffen. Der Sprecher der Steuerungsgruppe, Landrat Henry Graichen, nahm dies zum Anlass, um wichtige Meilensteine in der Arbeit der Steuerungsgruppe hervorzuheben. Dazu gehörten der Tag Blau am 11. Juli 2011, die Inbetriebnahme der Kanuparkschleuse am 18. Mai 2013, die Eröffnung der beiden Seen Störmthal 2014 und Zwenkau 2015 sowie die Unterzeichnung der Charta Leipziger Neuseenland 2030 im Jahr 2015.

Zur Jubiläums-Sitzung waren auch die ehemaligen Sprecher der Steuerungsgruppe, Dr. Gerhard Gey und Walter Christian Steinbach, zu Gast. Beide ergriffen das Wort, um die bisherigen Entwicklungen im Leipziger Neuseenland zu loben, aber auch, um auf die Schwierigkeiten in den vergangenen Jahren und die zunehmende Bürokratie einzugehen. Gleichzeitig erinnerten W.C. Steinbach und Dr. Gey daran, dass die bedingungslose Zusammenarbeit aller in der Steuerungsgruppe vertretenen Akteure nach wie vor notwendig und essentiell zur Überwindung der noch vorhandenen Hindernisse bei der weiteren Gestaltung des Neuseenlandes ist.

Ausblick auf Herausforderungen der Zukunft

Im Rahmen der Sitzung informierte Rolf Schlottman, Abteilungsleiter Planung Mitteldeutschland der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), über den aktuellen Stand der §4-Maßnahmen "Harthkanal Zwenkau" und "Störstellenbeseitigung in der Pleiße". In beiden Vorhaben stecken besondere Herausforderungen für Ingenieure und Bauleute.

Angela Zábojník, die Leiterin der Arbeitsgruppe Gewässerverbund, gab einen Überblick zur Fortschreibung des Wassertouristischen Nutzungskonzeptes Leipziger Neuseenland (WTNK). In dem Zusammenhang nahm sie eine Auswertung des 1. Runden Tisches vom 17. Mai und des 1. öffentlichen Forums vom 23. Juni vor. Beide Veranstaltungen sind zum Zwecke der Fortschreibung des WTNK und zur Beteiligung der Öffentlichkeit ins Leben gerufen wurden. In der aufkommenden Diskussion wurde an dieser Stelle erneut deutlich, dass es großer Anstrengungen bedarf, um das vielfältige und vielschichtige Handeln der Akteure für die Öffentlichkeit transparent darzustellen.

Des Weiteren informierte A. Zábojník über den aktuellen Stand der Vorbereitungen zur World Canals Conference (WCC) 2020 in Leipzig, die erstmals in ihrer 30-jährigen Geschichte (seit 1988) in Deutschland stattfindet. Peggy Schönbeck, Projektdirektorin der beach & boat der Leipziger Messe GmbH, stellte abschließend die Ergebnisse des 10. Seenlandkongresses und der Messe beach & boat 2018 vor und gab einen Ausblick auf das Jahr 2019. Der Kongress für die Gewässerlandschaft im mitteldeutschen Raum verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr wachsende Besucherzahlen und eine höhere Zufriedenheit bei der Beurteilung der verschiedenen Programmpunkte.

Als Höhepunkt galt die Verkündung, dass Leipzig als erste Stadt in Deutschland den Zuschlag für die World Canals Conference (WCC) im Jahr 2020 erhalten hat. Im Anschluss haben sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe auf einer Bootsexkursion auf dem Karl-Heine-Kanal über den Stand des Ausbaus der Leipziger Fließgewässer informiert. Text und Fotos: Landkreis Leipzig

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