LMBV: Altlastensanierung der Bergbausanierer in Delitzsch gut angelaufen

Umfangreiches Monitoring überwacht den Sanierungserfolg

Delitzsch. Derzeit wird im Bereich der Laueschen Straße der Betriebsteil einer ehemaligen Färberei i.A. der LMBV saniert. Von 1945 bis 1976 in Betrieb, diente sie außerdem einer Chemischen Reinigung jahrzehntelang als Chemikalien-Lagerstätte. Dies führte zu einer massiven Kontamination des Bodens, der Bodenluft und des Grundwassers mit leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen. Infolge des bergbaubedingten Grundwasserwiederanstiegs wurden in erheblichem Maß zusätzlich Schadstoffe aus der ehemals ungesättigten Bodenzone ausgewaschen und im Grundwasser angereichert.

Nach zahlreichen Voruntersuchungen zur Ermittlung des Schadherdes und der Kontaminationsausbreitung in Boden und Grundwasser begann im Juli 2018 die Sanierungsarbeit. Zunächst wurden mittels Bodenaustauschbohrungen belastete Bodenbereiche ausgekoffert und die Hauptschadstoffquellen beseitigt. Daran schließt sich die Grundwassersanierung mittels Air Sparging und nachgeschalteter Bodenluftabsaugung an. Dabei wird Luft in den Grundwasserleiter eingeblasen und erzeugt einen Stripping-Effekt, wodurch die leichtflüchtigen Schadstoffe in die ungesättigte Zone verfrachtet werden. Aus der Bodenluft werden diese dann abgesaugt und einer Behandlung durch Aktivkohlefilter zugeführt.

Die Arbeiten finden unter umfangreichen Schutzmaßnahmen und unter Anwendung der Vorgaben für Arbeiten in kontaminierten Bereichen statt. Der Sanierungserfolg wird durch kontinuierliche Bodenluftmessungen und einem Grundwassermonitoring überwacht. Die Sanierungslaufzeit beträgt nach derzeitiger Planung voraussichtlich sechs Jahre. Ausführende Baufirmen sind Züblin Umwelttechnik GmbH und BBS GmbH & Co. KG.

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