LMBV: Ausgabe 05/2019 der Unternehmenszeitschrift konkret erschienen

Senftenberg/Leipzig/Sonderhausen. Blickt man zurück in die vergangenen Wochen und wagt einen Ausblick auf Kommendes, so wird eines klar: Es sind bewegte Zeiten, in denen auch die Mitarbeiter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft tätig sind. Das belegt auch die Ausgabe dieser „LMBV konkret“ einmal mehr.

Am 1. Oktober konnte der Überleiter 9, der Barbarakanal zwischen dem Geierswalder See und Partwitzer See, feierlich eröffnet werden. Er bewegte jahrelang die Gemüter, sogar bis kurz vor seiner Eröffnung, doch nun fahren Boote hindurch und ein weiteres Stück touristische Entwicklung im jungen Lausitzer Seenland ist geschafft. „Einen Meilenstein“ nannte der Bautzener Landrat Michael Harig die Eröffnung und LMBV-Geschäftsführer Klaus Zschiedrich zeigte sich gemeinsam mit Landesdirektionspräsident Dietrich Gökelmann und Daniel Just, Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen, sehr erfreut darüber, die Botschaft der Freigabe verkünden zu können.

Auch am benachbarten zukünftigen See, dem ehemaligen Tagebau Sedlitz, geht es voran. Das Auslaufbauwerk steht kurz vor der Fertigstellung, der Trassenabschnitt der Rütteldruckverdichtung, von der Bundesstraße in Senftenberg aus gut einsehbar, ist fertig, wird derzeit sondiert und der Sanierungserfolg dieser Verdichtungsmaßnahme ermittelt. Die Rüttelstopfverdichtungsarbeiten auf der Trasse laufen wie vertraglich vereinbart weiter bis Ende 2020, sodass der Ableiterbau für 2021 avisiert werden kann.

Am Sielbauwerk vor der Schwarzen Elster wird gut gearbeitet, ebenso wie an der Böschungsendgestaltung an der Südböschung des Sedlitzer Sees. Der Seestrand Lieske erhielt in den vergangenen Wochen eine Steinschüttung, die Böschungsregulierungen sind abgeschlossen und Filterbrunnen verwahrt. Es ist viel Bewegung am Sedlitzer See.

So auch bald wieder am Senftenberger See: Ab dem 1. November wird die LMBV im Restloch Niemtsch das Untiefenbeseitigen mit schwimmender Technik und Schuten wiederaufnehmen, sodass die im Vorjahr begonnene, langjährige sensible Sanierung weitergeführt wird und Rutschungsereignisse wie im September 2018 vermieden werden.

Am Restloch Kraft I bei Thräna wird seit September bis Ende des Jahres 2019 eine Böschungskopfentlastung im Auftrag der LMBV durchgeführt. Auf diese Weise wird ein flacheres Gesamtböschungssystem hergestellt. Darüber hinaus werden die Böschungen an angrenzende bereits bestehende Böschungsbereiche angebunden und die gestalteten Flächen für eine spätere Aufforstung vorbereitet.

Bereits am 30. Juli 2019 wurde für das Tagebaurestloch Großkayna nach einer gemeinsamen Befahrung durch das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) offiziell die Bergaufsicht beendet, dies ist quasi das „Abschlusszeugnis“ für die Arbeit der Bergbausanierer. In einem Teil des Restlochs Großkayna ist in den letzten Jahrzehnten der Runstedter See entstanden.

Ach interessant: Ein rotes Malteserkreuz und schwarz darüber gelegt Schlegel und Eisen sind das Zeichen der Grubenwehren in Deutschland. Im Rahmen der Sanierungs- und Verwahrungsaufgaben im LMBV-Bereich Kali-Spat-Erz gibt es ebenfalls eine Grubenwehr für das Retten und Bergen von Personen sowie zum Bekämpfen von Bränden, Wassereinbrüchen und anderer Gefahren unter Tage, wie z.B. das Auftreten schädlicher Gase. Die speziellen Umgebungsbedingungen und konkrete Ortskenntnisse machen das Nutzen von herkömmlichen Rettungswerken oft unmöglich.

Die LMBV, die NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft und die Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft als Bergwerksbetreiber im Südharzrevier haben daher einen Vertrag für die Organisation, Ausstattung und Einsatz von Grubenwehren geschlossen und eine „Zentrale Grubenwehr Südharz“ gebildet. Im LMBV-Sanierungsbereich KSE gibt es daher derzeit zwei Wehren mit drei Oberführern, vier Truppführern, acht Wehrleuten und fünf Gerätewarten mit den entsprechenden Grubenrettungseinrichtungen und -ausrüstungen.

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LMBV_konkret-05_20191018_WEB.pdf (PDF 1,0 MB)

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