LMBV: Bergbaufremde Anlagen nicht auf einer unter Bergrecht stehenden Anlage

Kein Schriftzug mit dem Stadtnamen in Großbuchstaben auf der Halde Hohe Linde möglich

Sondershausen/Sangerhausen. In den zurückliegenden Tagen ist in Sangerhausen in Sachsen-Anhalt im Landkreis Mansfeld-Südharz im sozialen Netzwerk Facebook sowie in der lokalen Zeitung eine Diskussion entbrannt, auf der Abraumhalde „Hohe Linde“ einen Schriftzug mit dem Stadtnamen in Großbuchstaben nach dem Vorbild in den Hollywood-Hills in Los Angeles zu platzieren. Die LMBV hat dazu auf Nachfragen von Medienvertretern folgt Stellung genommen: Die Bergehalde des ehemaligen Thomas-Münzer-Schachtes „Hohe Linde“ in Sangerhausen ist eine bergbauliche Betriebsanlage im Eigentum der LMBV. Sie steht unter Bergrecht und wird im Rahmen des Sonderbetriebsplanes „Überwachung“ für den Kupferschieferbergbau kontinuierlich sicherheitstechnisch und geotechnisch überwacht. Aus bergrechtlicher Sicht ist die Installation von bergbaufremden Anlagen auf dem Haldenkörper nicht möglich. Darüber hinaus beeinträchtigt die Errichtung von baulichen Anlagen auf den steilen, locker gekippten Haldenflanken deren Standsicherheit erheblich. Das Betreten der Halde ist verboten. Die LMBV muss daher dafür Sorge tragen, dass die Halde nicht unbefugt betreten wird und dass die damit verbundenen Gefahren auch in der breiten Öffentlichkeit präsent sind.

Andererseits weiß die LMBV sehr wohl um das öffentliche Interesse insbesondere zur Halde Sangerhausen. Dazu wurden die in unserer Verantwortlichkeit möglichen Spielräume ausgenutzt. Zu fest terminierten Anlässen gestattet die LMBV organisierte Haldenbesteigungen. Diese werden vorab öffentlich, meist über die regionale Presse, bekanntgegeben. Die Haldenbesteigungen werden durch das ErlebnisZentrum Bergbau (EZB) Röhrigschacht der Rosenstadt personell und fachlich abgesichert. Zu jedem Einzeltermin werden zwischen der Rosenstadt GmbH Sangerhausen, als Trägerin des EZB, und der LMBV, Betrieb Kali-Spat-Erz, in Sondershausen Nutzungsverträge abgeschlossen. Für die Veranstaltungen werden temporär besondere Sicherheitseinrichtungen, wie Handlaufseile, installiert und die Teilnehmer über Gefahren belehrt. Darüber hinaus gehende Nutzungen und/oder bauliche Änderungen setzen eine Beendigung der Bergaufsicht bei generellem Verantwortungswechsel für die Halde voraus. Zudem sind die Belange des bestehenden Denkmalschutzes zu berücksichtigen, die aus unserer Sicht gerade die Silhouette und Ansicht schützen.

 

Zurück