LMBV: Bergbausanierer unterstützte RBB bei Dreharbeiten zu „Verbotene Wildnis 2.0“

„Naturwunder nach der Kohle“ – Ein aktueller Dokumentarfilm von Heiderose Häsler und Wolfgang Albus

Senftenberg/Potsdam. Am 14. August 2018 strahlte der Rundfunk Berlin-Brandenburg kurz nach 21 Uhr den neuen Dokumentarfilm von Heiderose Häsler und Wolfgang Albus „Verbotene Wildnis - Naturwunder nach der Kohle“ im TV-Programm aus.

Die Idee zu dem 45minütigen Film war erst im Frühjahr 2018 von den Autoren wieder aufgegriffen und zusammen mit dem Bergbausanierer LMBV und Anderen wie der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe bzw. der Heinz Sielmann Stiftung zusammen fortentwickelt und vom Sender angenommen worden.

In den zurückliegenden Monaten vom April bis Juli 2018 gelangen den Filmverantwortlichen und insbesondere den Kameraleuten, spektakuläre Aufnahmen in den Wildnisgebieten auf Kippenflächen u.a. bei Grünhaus und Wanninchen, auf der Insel im Gräbendorfer See - einem Vogelschutzgebiet. Ergänzt wurden Aufnahmen zum Sanierungsfortgang an anderen Lausitzer Sanierungsbaustellen wie im ehemaligen Tagebau Seese oder auf dem Sedlitzer See bzw. dem Großräschener See. Seitens der LMBV wurden alle dafür erforderlichen Genehmigungen und der temporäre Einsatz der Teams auch in Sperrzonen zügig von Fachreferent Jörg Schlenstedt mit Unterstützung der Unternehmenskommunikation mit den verantwortlichen Projektmanagern, Forstleuten, Umweltschützern und Geotechnikern innerhalb der Gesellschaft abgestimmt. Mit Ralf Donat von Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen wurde ein ausgesprochen fachkundiger Kenner der naturschutzfachlichen Materie als einer der Vorort-Begleiter für die Dokumentarfilmer gefunden.

Der Film nimmt mehrmals Bezug zu einem 1998 in derselben Region entstandenen Film von Kameramann Siegfried Bergmann und Regisseurin Heiderose Häsler, der sich bereits damals den von der LMBV ausgewiesenen Naturschutzflächen auf ehemaligen Lausitzer Tagebauen widmete. Im Pressetext zum Wildnis 2.0-Film heißt es: „Eine der spektakulärsten Landschaften Deutschlands bietet Platz für eine einzigartige Wildnis. Auf alten Tagebaukippen der Lausitz leben Tiere und Pflanzen, die woanders längst verschwunden sind: Sandohrwurm und Kreiselwespe, Uferschwalben und der... Wiedehopf. Auch Wolf und Seeadler sind eingezogen in diese ungestörte bizarre Welt aus übriggebliebenen Abraumkippen und wüstenartigen Binnendünen. Das Mosaik verschiedenster Lebensformen und Naturentwicklungsstufen ist einmalig in Europa.“

Es fehlt selbstverständlich nicht der Hinweis auf die nach Grundbrüchen und Setzungsfließen im Bereich der Felder des Tagebaus Schlabendorf-Süd gesperrten Kippenflächen: „Doch …Gebiete sind gesperrt, Schilder verbieten das Betreten. Plötzliche Erdrutsche können tödlich sein. Deshalb soll der Boden aufwändig verdichtet werden.“ Der Film widmet sich daher auch der Frage „Ist die neue Wildnis nach der Kohle in Gefahr, wieder zu verschwinden?“ und gibt gleichzeitig Antworten und liefert Ideen für ein mögliches Nebeneinander von sicheren Bergbaufolgeseen, unsanierten Naturschutzflächen, sich verändernden Sukzessionsgebieten und angedachten Totalreservaten in Sperrgebieten, die nur äußerlich bergtechnisch gesichert werden könnten. LMBV-Fotos: Peter Radke; Jörg Schlenstedt; Uwe Steinhuber und A.

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