LMBV: Broschüre zu Bergbaufolgeseen in Mitteldeutschland überarbeitet

Vom Bergbaurevier zur Region für Freizeit, Erholung und Wassersport - Landschaften im Wandel

Leipzig. Durch die Arbeit der LMBV und ihrer Partner entstehen auf ehemaligen Bergwerksarealen in Mitteldeutschland und in der Lausitz insgesamt mehr als 120 Gewässer mit zusammen etwa 270 Quadratkilometern Wasserfläche. Die Dimensionen der Sanierungs- und Flutungsmaßnahmen prägten zu Recht den Begriff der größten Landschaftsbaustelle Europas. Gerade die neuen Seenlandschaften in Mitteldeutschland bieten schon heute zahlreiche Perspektiven für neue Nutzungen. Die nun von der Unternehmenskommunikation der LMBV aktualisierte Broschüre zu den Bergbaufolgeseen in Mitteldeutschland zeigt einige Facetten dieser Gewässer auch hinsichtlich ihrer Herkunft auf. Aus unterschiedlichen Ideen sind bereits viel genutzte Standorte für Freizeit, Erholung, Tourismus und Wassersport entstanden, so u. a. nahe Leipzig am Cospudener See, Markkleeberger See und Schladitzer See sowie mit dem Großen Goitzschesee bei Bitterfeld- Wolfen. Seepromenaden, Strände, Restaurants und zahlreiche Wassersportangebote haben diese Seen bereits zu nachgefragten überregionalen Anziehungspunkten werden lassen.

Die nun von der Unternehmenskommunikation der LMBV erneuerte Broschüre zeigt dies in vielen Fotos auf. Sie ersetzt jedoch nicht den profunden Gewässer-Katalog Mitteldeutschland, an dessen 6. Auflage des bereits gearbeitet wird. Der durch den Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen in Zusammenarbeit mit der LMBV und weiteren Partnern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen herausgegebene Katalog stellt seinerseits die 38 wichtigsten Standgewässer Mitteldeutschlands umfassend in Form von „Seeprofilen“ in den Mittelpunkt. Darin wurden alle Daten und Fakten zu Flutung, Wassergüte, Nutzungen, Planungen und Ansprechpartnern für Investoren und Planer zusammengeführt. Ergänzt wurde im dies im Katalog durch Kurzprofile von weiteren 48 kleinere bzw. künftig entstehende Standgewässer. Neben den Lang- bzw. Kurzprofilen von Seen wurden auch Daten zu Fließgewässern, Kanälen und Schleusen in Mitteldeutschland mit behandelt. Pegeldaten vermitteln Wissenswertes zum Abflussregime von Elbe, Saale, Mulde oder Weiße Elster. Aufgenommen wurden auch kleinere Vorfluter wie Fuhne, Geisel, Lober, Leine, Eula oder Schnauder. Unter den Kanälen und Schleusen wurden der Saale-Elster-Kanal, der Karl-Heine-Kanal, der Floßgraben, der Störmthaler Kanal sowie die Schleuse Connewitz erfasst.

Die LMBV-Broschüre stellt nun Basisfakten zu den mitteldeutschen Bergbaufolgeseen aus Sicht der LMBV vor. Die Entwicklungen an den und um die Seen werden dabei ebenso beleuchtet wie die wachsenden wirtschaftlichen und touristischen Potenziale im Umfeld der jungen Gewässer. Im Leipziger Neuseenland wird seit Langem am Ausbau eines „Touristischen Gewässerverbundes“ gearbeitet, das heißt an der bootsgängigen Verbindung der neuen Seen der Bergbaufolgelandschaft mit Flüssen und Kanälen der Stadt Leipzig. 2011 konnte die erste durchgängige Verbindung, der Kurs 1 vom Cospudener See zum Stadthafen Leipzig, eröffnet werden. Durch die Nutzungsfreigabe des Zwenkauer Sees im Jahr 2015 ist eine rund 44 Quadratkilometer große Seenlandschaft südlich von Leipzig entstanden, die über den entstehenden Harthkanal, die Pleiße, die Weiße Elster, die Neue Luppe und Kanäle mit der Stadt Leipzig weiter verknüpft werden können. Perspektivisch sollen rund 200 Kilometer befahrbare Gewässerstrecken entstehen.

Mit dem Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt ist von der LMBV das derzeit größte künstliche Gewässer in Deutschland geflutet worden. Der See mit einer Wasserfläche von etwa 18,4 Quadratkilometern, einer Tiefe bis zu 78 Metern und mehr als 40 Kilometern Uferlänge bietet schon heute beste Voraussetzungen für Erholung, Tourismus und Wassersport. Nördlich des Sees erstreckt sich die imposante Halde Klobikau, auf deren westlichem Teil seit einigen Jahren erfolgreich Wein angebaut wird. Die Marina Mücheln und die Marina Braunsbedra am Südufer des Geiseltalsees sind bereits zentrale Anlaufpunkte für Einheimische und Gäste.

Die LMBV-Broschüre zu Bergbaufolgeseen in Mitteldeutschland hat 32 Seiten und kann in gedruckter Form bei Zusendung eines adressierten und ausreichend frankierten DIN-A4-Rückumschlages angefordert werden bei: LMBV-Unternehmenskommunikation; Walter-Köhn-Straße 2; 04345 Leipzig. Das Porto beträgt für ein bis zwei Broschüren 1,45 EUR und für drei Broschüren 2,60 EUR. In der Mediathek auf der LMBV-Website ist die Broschüre auch als Download abrufbar.

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