LMBV: Demontage des Fördergerüstes am Schacht 2 des Bergwerkes Bischofferode

Firma Schachtbau Nordhausen hat Rückbau-Auftrag übernommen

Fördergerüst Bischofferode vor Demontage

Senftenberg/Sondershausen. Das Fördergerüst am Schacht 2 des Bergwerkes Bischofferode wird vom 25.05.2018 an im Auftrag des LMBV-Sanierungsbereiches Kali-Spat-Erz demontiert. Das Ausführen des Auftrages hat die Firma Schachtbau Nordhausen übernommen. Ca. 20 Mitarbeiter sind direkt mit der Demontage beschäftigt.

Zur sicheren Durchführung der Arbeiten ist eine weiträumige Absperrung des Geländes erforderlich und erfolgt. Um zusätzliche Gefährdungen der technisch anspruchsvollen Arbeiten auszuschließen sind die Betretungsverbote einzuhalten. Es ist deshalb auch grundsätzlich nicht gestattet, das Gelände und die Baustelle für Filmaufnahmen mit Drohnen zu überfliegen.

Die Verwahrungsarbeiten an den Schächten werden voraussichtlich im Jahr 2018 beendet sein. Die Grube wird dann weiterhin mittels eines Monitoringsystem langfristig von der LMBV überwacht. Am 22.12.1993 wurde in Bischofferode die letzte Förderschicht gefahren und die Produktion eingestellt und ab  01.01.1994 mit den Arbeiten zur Verwahrung begonnen. Hierzu wurde ein entsprechender Abschlussbetriebsplan beim Thüringer Landesbergamt eingereicht und zugelassen, der insbesondere die sichere Verwahrung der untertägigen Grubenhohlräume umfasste.

Nach Abschluss der untertägigen Verwahrungsarbeiten wurde die Grube beräumt und im Herbst 2017 verlassen. Im Anschluss waren die Zugänge zur Grube in Bischofferode (Schächte 1 und 2) zu verfüllen. Hiermit wurde die Fa. Schachtbau Nordhausen beauftragt. Die Arbeiten zum sicheren Verschluss der Tagesschächte befinden sich in der Endphase. Darüber hinaus werden z. T. parallel die nicht mehr benötigten übertägigen bergbaulichen Anlagen Fördergerüst, Schachthalle, Fördermaschinenhaus und die Hängebank abgebrochen.

Das Fördergerüst des Schachtes Bischofferode 2 als weithin sichtbares Zeugnis der bergbaulichen Tätigkeit wurde 1968 errichtet und ist 63 Meter hoch sowie ca. 350 t schwer. Die beiden Seilscheiben haben einen Durchmesser von jeweils sechs Meter. Das Fördergerüst diente bis zuletzt zur Befahrung des Grubenfeldes Bischofferode und als Transportmöglichkeit für Personen und Materialien.

Das Fördergerüst wird nun vom 25. bis 28.05.2018 demontiert. Ein Rückbau durch Sprengung, wie verschiedentlich auch praktiziert, ist auf Grund der Örtlichkeiten nicht möglich. Deshalb kommen drei Mobildrehkräne mit 750, 300 und 100 t Tragkraft zum Einsatz, die im Zusammenwirken zum einen das Fördergerüst während des Abbaus sichern und zum anderen abgetrennte Teile sicher ablegen.

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