LMBV: Gewässerbehandlungsschiff ab sofort auf dem Störmthaler See im Einsatz

Baden und Boot fahren sind weiterhin parallel möglich

Großpösna/Leipzig. Ab sofort ist das Gewässerbehandlungsschiff auf dem Störmthaler See im Einsatz. Dieses ist am 19.03.2019 am See eingetroffen und hat nach vorherigem Beladen mit der Neutralisation begonnen. Pro Tag bringt es 50 bis 75 Tonnen Kalksteinmehl in den See ein, um das Seewasser von derzeit

5,2 in den neutralen ph-Bereich um 7,0 zu heben. Der Einsatz wird ca. 4 bis 6 Wochen dauern. Um der vorhandenen Rückversauerung des Sees entgegenzuwirken, wird mithilfe des Schiffes alkalisch wirkendes Kalksteinmehl in den Bergbaufolgesee eingebracht. Auf diese Weise wird das Seewasser neutralisiert. Im Südraum Leipzig bedürfen auch der Zwenkauer See und Hainer See einer Gewässerbehandlung.

Das Verfahren der Neutralisation hat sich bereits bei anderen Güteverbesserungsmaßnahmen bewährt. Das dabei eingesetzte Kalksteinmehl ist sowohl für den Menschen als auch für die Umwelt unbedenklich. Der jährliche Eintrag von bis zu 6.650 Tonnen Kalksteinmehl ist wasserrechtlich genehmigt. Davon sind nach derzeitigem Stand bis zu 2.250 Tonnen Kalksteinmehl jährlich für den Störmthaler See, weitere 3.000 Tonnen für den Zwenkauer See und 1.400 Tonnen für den Hainer See vorgesehen.

Die Bergbaufolgeseen werden nacheinander behandelt. Der Zeitpunkt und die Dauer der konkreten Schiffseinsätze sowie die Reihenfolge der zu behandelnden Bergbaufolgeseen sind abhängig von der jeweiligen pH-Wert-Situation in den Seen. Der Zielwert für die Bergbaufolgeseen liegt zwischen einem pH-Wert von 6 – 8. In Abhängigkeit der pH-Wert-Entwicklung sind ggf. auch mehreren Kampagnen im Jahr pro See möglich. Die Kalk-Einträge und deren Auswirkungen auf die See-Parameter werden parallel mittels eines Monitorings überwacht und dokumentiert.

Keine Einschränkungen für Seenutzer

Mit der Neutralisation der Bergbaufolgeseen sind keine öffentlichen Nutzungseinschränkungen verbunden. Das Baden in den Seen ist weiterhin möglich. Bootsbesitzer und Schwimmer sollten einen angemessenen Abstand zum Gewässerbehandlungsschiff halten, um eine gegenseitige Gefährdung auszuschließen.

Die Maßnahme wird von der ETK GmbH aus Zeitz realisiert. Finanziert wird die Maßnahme im Rahmen des § 2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung.

Flyer Gewässergüte Mitteldeutschland

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