LMBV: Noch bis etwa 2021 wird die vormalige Grube Volkenroda gezielt geflutet

Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz plant Leitung für Haldensickerwässer von Menteroda zum Stapelbecken Wipperdorf

Sondershausen/Pöthen. Seit rund 20 Jahren wird das aufgegebene Grubenfeld Volkenroda/Pöthen mit dem salzhaltigen Sickerwasser der Kalihalde geflutet. Den gegenwärtigen Berechnungen zufolge, reicht der verbliebene Hohlraum noch für gut sechs Jahre, so Sanierungsbereichsleiter Klaus-Dieter Bahr. Im Jahr 2021 könnte dann die Flutung beendet sein. Niederschlagsbedingt kommt es am Fuß der Abraumhalde zum Austritt salzhaltiger Sickerwasser, die eine Belastung für die Umwelt darstellen können. Durch eine Ringdrainage werden diese Wässer um die Halde herum von der LMBV, vom Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz, gefasst und seit 1996 in die die Grube Volkenroda/Pöthen eingeleitet.

Anfangs fielen fast 220.000 Kubikmeter solcher salzhaltiger Fracht im Jahr an. Mit der seit den 1990er Jahren beginnenden Renaturierung der Kalihalde verringerten sich die anfallenden Sickerwassermengen deutlich auf nunmehr ca. 130.000 Kubikmeter pro Jahr. Bei weiteren sinkenden Sickerwasseraufkommen wird sich der Flutungszeitraum möglicherweise über das Jahr 2021 hinaus verlängern. Bis heute sind etwa 3,65 Millionen Kubikmeter in die Grube eingeleitet worden.

Um nach Abschluss der Flutung eine umweltgerechte Entsorgung der dauerhaft anfallenden Haldensickerwässer gewährleisten zu können, muss die in Volkenroda vorhandene Fracht künftig über das bestehende System der Salzlaststeuerung Wipper/Unstrut abgeleitet werden. Dazu wird eine rund 15 Kilometer lange Leitung von Menteroda zum Stapelbecken Wipperdorf vom Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz geplant.

Im Fall, dass die Flutung in Menteroda eher beendet werden muss, wurde ersatzweise eine Ladestelle am Stapelbecken in Menteroda gebaut, um notfalls die Lauge abfahren zu können. Zur Beobachtung des Verlaufes bis zur vollständigen Flutung der vorhandenen Grubenhohlräume, wurde darüber hinaus 2014 eine 1.050 Meter tiefe Bohrung zwischen dem Ortsteil Pöthen und Obermehler abgeteuft. Notfalls könnte über diese Bohrung auch das Sickerwasser eingeleitet werden.

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