LMBV: Plan für Südgraben gegen ansteigendes Grundwasser in Altdöbern vorgestellt

Auskünfte erteilt: LMBV-Planer zu Gast in der Altdöberner Hauptausschusssitzung vom 27.01.2016

Der Baubeginn für den Südgraben ist ab April 2016 geplant

Senftenberg/ Altdöbern. Nach Auskunft des zuständigen LMBV-Planungsabteilungsleiters Stefan Buhr hat die LMBV am 27.01.2016 unter dem Titel „Errichtung des Südgraben zur Gefahrenabwehr durch GW-Wiederanstieg in Altdöbern“ zum Planungsstand berichtet: „Bekannte Ziele der vorgesehenen Schutz-Maßnahme sind:

  • Verringern des Zustromes von Grundwasser aus Süd-West (Lausitzer Grenzwall),
  • Beseitigen der Gefährdungen der bestehenden Bausubstanz durch ansteigendes Grundwasser,
  • Ertüchtigen des Verbindungsgraben zwischen Michlenzteich und Salzteich,
  • Abflussoptimieren des Salz- und Michlenzteiches.“

Laut dem Abteilungsleiter Planung Nord Buhr ist die Baufeldfreimachung abgeschlossen. Der Planfeststellungsbeschluss liegt seit 22.07.2015 vor. Von LMBV beauftragte Ausführungsplanung mit den Ergänzungen entsprechend den Nebenbestimmungen aus dem PFB liegt ebenfalls vor:

  • Umsetzungsmaßnahme derzeit in der Ausschreibung durch die LMBV;
  • Baubeginn Südgraben vorgesehen ab April 2016;
  • Entschlammung Salz- und Michlenzteich derzeit zur Genehmigung beim LUGV eingereicht/ Baubeginn der Entschlammung Salz- und Michlenzteich im 2. Halbjahr 2016 vorgesehen
  • Die Verwertung des Aushubs erfolgt in der Sanierung des Tagebaus Greifenhain: zum Verfüllen von Geländetieflagen am westlichen Kippenfuß der Hochkippe Greifenhain
  • Die vorgesehene Transporttrasse wurde erläutert (Siehe beigefügtes Präsentationsbild).

Die LMBV nahm auch zu den Hinweisen von Bürgern zu einer alten Müllkippe Stellung. Die Deponie D143 „Müllkippe Altdöbern an der Kippe 49, neu“ befindet sich angrenzend an die Tieflagenverfüllung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, nordöstlich der Gemeinde Altdöbern, etwa 350 Meter östlich des Salzteiches im Randschlauch des ehemaligen Tagebaues Greifenhain. Die Deponie beansprucht eine Fläche von ca. 4.500 Quadratmetern. Die Deponie D143 „Müllkippe Altdöbern an der Kippe 49, neu“ wurde bis ca. Anfang der 90er Jahre durch die Gemeinde Altdöbern für die Ablagerung von bergbaufremdem Abfällen und Reststoffen aus der Ortslage genutzt. In die Ablagerung wurden Hausbrandaschen, Hausmüll und hausmüllartige Abfälle, Bauschutt, Straßenaufbruch und gewerblich Rückstände des nahegelegenen Gartenbaubetriebes verbracht.

Im Auftrag des Landratsamtes Calau wurde 1991 und 1992 für die Deponie D143 „Müllkippe Altdöbern an der Kippe 49, neu“ eine Gefährdungsabschätzung durch ein unabhängiges Ingenieurbüro erarbeitet. Die Gefährdungsabschätzung kommt zu der Einschätzung, dass von der Deponie keine Gefahr ausgeht.

In Auswertung dieses Gutachtens wurde der Deponiestandort im Zeitraum 1995 und 1996 oberflächig von den Ablagerungen beräumt und abgedeckt. Zur Beseitigung der Gefahren von möglichen Geländebrüchen soll nun im Rahmen dieser Ergänzung zum SBP eine Geländeaufhöhung der Tieflagen erfolgen. Dabei wird die Deponie teilweise überdeckt. Aufgrund des Grundwasserwiederanstieges und der Nähe zum Restloch Greifenhain werden nach erfolgter Böschungsstabilisierung drei Grundwassermessstellen errichtet. Es ist vorgesehen die Überwachung der ALVF in das Altlastenmonitoring einzubeziehen. Die Errichtung der Grundwassermessstellen sind aufgrund des vorhandenen Gefährdungspotentials derzeitig noch nicht zulässig. Erst nach abgeschlossener Erdstoffanschüttung an der westlichen Kippenrandböschung des ehemaligen Tagebaues Greifenhain erfolgt die Errichtung der Messstellen in den endprofilierten Böschungsbereichen.

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