LMBV: Restloch Gräbendorf kann aus der Bergaufsicht entlassen werden

Gemeinschaftswerk - Abschlussbefahrung am Restloch Gräbendorf
Gemeinschaftswerk - Abschlussbefahrung am Restloch Gräbendorf

Feststellen des Endes der Bergaufsicht durch Bergbehörde mit Wirkung zum 5. September 2018 erfolgt

Senftenberg/Vetschau/Cottbus. Am 5. September 2018 werden das Restloch Gräbendorf und seine Randbereiche aus der Bergaufsicht des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg entlassen.

Dies konnte nach einer gemeinsamen Abschluss-Befahrung der LMBV, des LBGR sowie zahlreicher beteiligter Behörden und der Anrainer-Kommunen vor Ort am Gräbendorfer See am 28. August 2018 behördlich festgestellt werden, so der zuständige Vertreter des LBGR Andreas Helbing.

Der Tagebau Gräbendorf zwischen Großräschen und Vetschau wurde 1979 bergmännisch erschlossen. Fünf Jahre später begann die Braunkohleförderung, die insgesamt 36 Millionen Tonnen Rohbraunkohle zu Tage brachte. 1992 endete dieser Prozess.

Mit der Zulassung des Abschlussbetriebsplans Mitte 1995 gestaltete die LMBV im Rahmen der Bergbausanierung die gewachsenen Böschungen des Restlochs, sicherte die Anbindung an die Vorflut sowie die Innenkippe als Insel im entstandenen Gräbendorfer See. Die Flutung des Sees begann am 15. März 1996.

Der Gräbendorfer See hat eine Wasserfläche von 457 Hektar und ist seit 2009 freigegeben. Aufgrund der guten Wasserqualität bietet er die Möglichkeit zum Baden, Paddeln oder Surfen. Außerdem ist der See Angelgewässer und kann sowohl vom Land als auch vom Wasser aus befischt werden.

Die Insel im Gräbendorfer See sowie der östliche Seerandbereich sind Teil des europäischen Vogelschutzgebietes „Lausitzer Bergbaufolgelandschaft“. Hier finden unter anderem Feldlerche, Uferschwalbe, Kiebitz und Wiedehopf gute Lebensbedingungen.

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