LMBV: Revierbericht des LMBV-Chefs auf der Barbarafeier am 03.12.2018 in Görlitz

Klaus Zschiedrich, Vorsitzender der Geschäftsführung informierte über das Bergbausanierungsjahr 2018

Görlitz/Senftenberg. Auf der Barbarafeier am 03.12.2018 in Görlitz informierte Klaus Zschiedrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der LMBV, über das Bergbausanierungsjahr 2018.

Zunächst dankte er dem Ehrengast, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer für die Würdigung der Arbeit der LMBV und die positive Bewertung der Erfolge in der Bergbausanierung. Aus Kretschmers Worten war zu entnehmen, dass der Freistaat Sachsen die Bergbausanierung auch in den kommenden Jahren im erforderlichen Umfang unterstützen und begleiten wird.

Für diese Unterstützung dankt der LMBV-Chef dem Ministerpräsidenten persönlich und all jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in Behörden und Verwaltungen im Freistaat Sachsen in die Bergbausanierung involviert sind und die Prozesse aktiv begleiten. Gleiches gilt für die Partner der LMBV in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, im Freistaat Thüringen und dem Bund. „Die durch die gemeinsame Arbeit entstehenden Bergbaufolgelandschaften sind wichtige Elemente der regionalen Entwicklungen in den Revieren. Wir werden auch in der Zukunft noch gemeinsam viel zu leisten haben, um die Herausforderungen, die vor uns stehen, zu bewältigen.“

In großem Umfang wurde die politische Diskussion von der Strukturentwicklung in den Braunkohlerevieren im Zusammenhang mit der klimapolitischen Ausrichtung in Deutschland geprägt. Diese Diskussionen und die Arbeit der durch die Bundesregierung eingesetzten Kommission für Wachstum, Strukturentwicklung und Beschäftigung wurden auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LMBV aufmerksam verfolgt. Die LMBV hat sich bemüht, im Rahmen ihrer Tätigkeit einen Beitrag zur sachlichen Diskussion für die Revierentwicklung zu leisten. Beim Besuch des Bundesfinanzministers Olaf Scholz am 17. August 2018 in der LMBV und der Befahrung von bedeutsamen Sanierungsstandorten, wie zum Beispiel im Industriepark Schwarze Pumpe, wurden die Erfolge unserer Arbeit präsentiert. „Der Minister zeigte sich beeindruckt von dem schon Erreichten in der Braunkohlesanierung sowie von den noch vor uns stehenden Aufgaben und brachte zum Ausdruck, dass er mit diesem Besuch in der Lausitz ein deutlich besseres Verständnis für die Probleme des Strukturwandels in der Lausitz bekommen hat. Begleitet wurde der Minister von einem der Vorsitzenden der Strukturkommission, Matthias Platzeck. Die LMBV wird diesen Prozess weiter begleiten und ihren Beitrag leisten.“

Anhand einiger ausgewählter Schwerpunkte gab Zschiedrich einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2018. Die vorgegebenen Sanierungsziele im ersten Jahr des laufenden VA VI, von 2018 bis 2022, wurden weitestgehend erreicht. Bis zum 31. Dezember wird die LMBV in der Braunkohlesanierung Leistungen in einem Finanzierungsumfang von circa 245 Millionen Euro erbracht haben. Das ist mithin ein um 22 Millionen Euro bzw. circa 10 Prozent größeres Leistungsvolumen als im Jahr 2017.

In den Maßnahmen nach rechtlicher Verpflichtung, entsprechend § 2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung, werden das circa 180 Millionen Euro, für die Maßnahmen gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs, entsprechend § 3 des Verwaltungsabkommens circa 50 Millionen Euro und für die Maßnahmen zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards in alleiniger Finanzierung durch das Land Brandenburg und den Freistaat Sachsen, entsprechend § 4 des Verwaltungsabkommens, circa 15 Millionen Euro sein. Im Bereich Kali-Spat-Erz wird die LMBV bis zum Jahresende Leistungen in Höhe von 18 Millionen Euro realisieren.

Die zielgerichtete und kontinuierliche Fortführung der laufenden Sanierungsarbeiten, die Schaffung von tragfähigen Lösungen zur Herstellung der geotechnischen Sicherheit von Kippen, die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen zur Flutung und Wasserbeschaffenheitsentwicklung in den Bergbaufolgeseen sowie die Fortschreibung und Umsetzung der Konzepte zur Behandlung bergbaulich beeinflusster Fließgewässer standen auch im Jahr 2018 im besonderen Fokus der Arbeit. Im Jahr 2018 gab es keine wesentlichen strukturellen und ablauforganisatorischen Veränderungen im Unternehmen. Durch die Einstellung von weiteren 49 Mitarbeitern im Jahr 2018 konnte die altersbedingte Fluktuation im Unternehmen ausgeglichen und die Leistungsfähigkeit sowie das Know-how der LMBV erhalten werden. Gleichzeitig ist unsere Belegschaft wiederum etwas jünger geworden. Deutlich über 50 Prozent der Belegschaft sind Frauen und auch die Leitungsfunktionen der LMBV werden zu circa 40 Prozent von Frauen wahrgenommen.

Erfolgreich konnten im Jahr 2018 elf Auszubildende ihre Ausbildung beenden, neun davon fanden eine unmittelbare Anschlussbeschäftigung. Im August dieses Jahres begannen wiederum zwölf junge Menschen ihre Lehre bei der LMBV. Die LMBV ist froh darüber und bedankt sich ausdrücklich beim Gesellschafter und den Finanziers, dass diese Ausbildung weiterhin durch das Unternehmen ermöglicht und fortgesetzt werden kann.

Das Wissen der LMBV war auch im Jahr 2018 international gefragt. Der Auftrag des Umweltbundesamtes für das Projekt „Stärkung der Umweltschutzanforderungen bei der Rekultivierung von vom Bergbau devastierter Flächen in der Mongolei am Beispiel des Kohlebergbaus“ wurde zusammen mit der Ingenieurgesellschaft GUB weitergeführt und wird im Jahr 2019 zum Abschluss gebracht. Experten der LMBV vermittelten auf internationalen Fachkonferenzen in Deutschland, Südafrika und in Korea sowie auf regionalen Foren, wie zum Beispiel auf dem kürzlich durchgeführten thüringischen Kaligipfel in Sondershausen, neue Erkenntnisse und Erfahrungen in der Bergbausanierung. Delegationen aus Griechenland, der Mongolei, Marokko sowie aus den südamerikanischen Andenländern informierten sich auf den Standorten der LMBV über unsere Arbeit. Im Zentrum des Interesses standen vor allem Fragen des Zusammenhangs von Bergbausanierung und Folgenutzung sowie strukturelle Fragen der Bergbausanierung in Deutschland. Die LMBV wird diesen Know-how-Austausch und die Know-how-Verwertung der Bergbausanierung im angemessenen Rahmen und im Abgleich mit ihren Kernaufgaben auch in der Zukunft weiterführen.

Im Folgenden informierte der Vorsitzende über ausgewählte Sanierungsschwerpunkte des Jahres 2018 in den drei Revieren der LMBV. Eine besondere Herausforderung stellte im Jahr 2018 die durch die lang anhaltende Trockenheit und die Hitzeperiode im Sommer geprägte hydrologische Situation in den Revieren dar. Die Niederschlagswerte erreichten in der Lausitz und in Mitteldeutschland nur zwischen 50 und 60 Prozent des langjährigen Mittelwertes, im Südharzrevier sogar unter 50 Prozent. Die Spree wurde auf der Grundlage der vertraglichen Regelungen durch die sächsischen Talsperren Bautzen und Quitzdorf mit 20 Millionen Kubikmeter Wasser gestützt. Aus dem Speicher Bärwalde, dem Wasserspeichersystem Lohsa II und dem Restloch Scheibe wurden zusätzlich circa 29 Millionen Kubikmeter für das Flussgebiet der Spree bereitgestellt.

Die Schwarze Elster fiel in der Extremsituation zwischen Senftenberg und der Ortslage Tätzschwitz völlig trocken. Mit der Bereitstellung von Wasser aus den Grubenwasserreinigungsanlagen Rainitza und Pößnitz stützt die LMBV die Schwarze Elster im Raum von Senftenberg und Schwarzheide. Durch ein aktives Wassermanagement der LMBV konnte trotz der angespannten Niedrigwassersituation die Sulfatkonzentration in der Spree bis Ende September entsprechend der vorgegebenen Richtwerten eingehalten werden. Die kritische Situation in den Bergbaufolgeseen durch das Erreichen von geotechnisch vorgegebenen Grenzwasserständen in der Lausitz wurde durch die aktive Steuerung im Unternehmen beherrscht.

Lediglich am Senftenberger See, erfolgte, begünstigt durch die niedrigen Wasserstände, eine Rutschung im Inselbereich. Die Nutzung des Sees musste daraufhin eingestellt werden. Die LMBV wird nach erfolgter behördlicher Anordnung noch hier in diesem Jahr mit der Realisierung von Gefahrenabwehrmaßnahmen beginnen. Gleichzeitig muss durch ein gezieltes Wassermanagement des Landes Brandenburg, mit Unterstützung der LMBV, eine stabile Ausrichtung auf die gutachterlich festgelegten Mindestwasserstände erfolgen. Am Knappensee bei Hoyerswerda mussten die seeseitigen und damit wasserstandabhängigen Arbeiten aufgrund der Niedrigwasserstände im See zeitweilig unterbrochen werden. Die Pleiße im Leipziger Südraum wurde durch die LMBV aus dem Zwenkauer, dem Cospudener, dem Störmthaler und dem Markleeberger See gestützt, bis auch hier die geotechnisch kritischen Grenzwasserstände in den Seen erreicht waren.

Im Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz führten die geringen Niederschläge zum einen natürlich zu einem geringeren Aufkommen an Haldenlaugen, zum anderen war aber auch die Abgabe der Kalirückstandslaugen an die Vorflut aufgrund deren geringen Wasserführung zum Teil eingeschränkt. Eine kritische Situation entstand jedoch nicht.

Im Rahmen der bergbaulichen Grundsanierung steht die Herstellung der geotechnischen Sicherheit an den Böschungen und Kippen der Tagebaue noch immer im Zentrum der Maßnahmen. Die Sanierungskonzepte der geotechnisch gesperrten Innenkippen der Lausitz wurden durch die LMBV im Jahr 2018 weiter bearbeitet. Für das Sanierungsgebiet Seese-West wurde dieses unter Berücksichtigung der aktuellen Situation und der geotechnischen Komplexbewertung aus dem Jahr 2015 fertiggestellt und dem Landesamt für Bergbau Geologie und Rohstoffe Brandenburg übergeben. Das Konzept dient nun der Diskussion mit der Bergbehörde, den Beteiligten im Land und den Finanziers der Braunkohlesanierung zum grundsätzlichen Vorgehen der Sicherung der Innenkippenflächen in der Lausitz. Auf der Innenkippe Seese-Ost wurde 2018 ein Pilotprojekt mit leichter Bohrtechnik erfolgreich durchgeführt. Die Gerätekombination aus einer Pistenraupe mit einem Bohrgerät hat sich dabei bewährt und zu einer deutlichen Leistungssteigerung geführt. Mit den durchgeführten Maßnahmen und aktuellen geotechnischen Bewertungen wurden im Jahr 2018 weitere 671 Hektar aus dem Sperrbereich herausgelöst und für die Nutzung freigegeben. Weitere Schwerpunkte der geotechnischen Sicherung in der Lausitz waren die Fortführung von Verdichtungsmaßnahmen mittels Rütteldruckverfahren zum Beispiel am Restloch Greifenhain, in den Tagebaufeldern Lauchhammer und die Herstellung der Trasse des Ableiters aus dem Sedlitzer See in die Schwarze Elster in Senftenberg.

Einen besonderen Höhepunkt erlebte die LMBV, als am 5. September 2018 im Beisein des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und des Präsidenten des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe des Landes Brandenburg, für den Tagebau Gräbendorf erstmals in Brandenburg für einen gesamten Tagebaubereich die Bergaufsicht, inklusive des fertiggestellten Gräbendorfer Sees, endete. Für die Optimierung der Grundwassersanierung Schwarze Pumpe wurde herausgearbeitet, dass eine weitere Bodensanierung erforderlich ist. Dazu wurde am Standort in diesem Jahr eine vakuumthermische Bodenreinigungsanlage errichtet, die Ende September ihren Probebetrieb aufgenommen hat. Der aktuelle Einfahrbetrieb verläuft positiv. Insgesamt werden hier 160 Tm³ kontaminierte Böden aus den Schadherden entnommen, gereinigt und wieder am Standort eingebaut.

Entsprechend der bereits dargestellten angespannten hydrologischen Situation war das Flutungsgeschehen im Jahr 2018 eingeschränkt. Insgesamt wurde die Flutung der Bergbaufolgeseen mit rund 54 Millionen Kubikmeter eingeleitetem Wasser in der Lausitz und 28 Millionen Kubikmeter in Mitteldeutschland fortgeführt. Zur Entwicklung der Wasserbeschaffenheit in den Bergbaufolgeseen der Lausitz erfolgte die Weiterführung der Inlake-Neutralisation mittels Sanierungsschiff im Partwitzer und Schlabendorfer See. Der Einsatz des LMBV-Gewässerbehandlungsschiffes „Klara“ am Partwitzer See hat sich dabei bestens bewährt, die Wasserqualität konnte in der Nachsorge stabil entwickelt werden. Am Restloch Burghammer wurde eine stationäre Neutralisationsanlage errichtet, deren Einsatz nach Bedarf zur Sicherung der festgelegten Wasserbeschaffenheit beim Auslauf in die Kleine Spree erfolgt

Auch bei der Bewältigung der Wasserbeschaffenheitsentwicklung der Fließgewässer wurden weiter große Fortschritte erreicht. Mit der aktiven Umsetzung des Barrierekonzeptes im Spreegebiet Nordraum konnte die Eisen-gesamt-Konzentration in der Spree von Burg über Lübbenau und Lübben bis zum Pegel Leibsch und darüber hinaus bis nach Berlin auf durchschnittlich unter 1,0 mg/l begrenzt werden. Auch gezielte Einzelmaßnahmen werden im ostsächsischen Einzugsbereich von Spree und Kleiner Spree Fortschritte zur Verbesserung der Gewässergüte erreicht. Die bestehende Brunnenanlage an der Kleinen Spree mit Ableitung des eisenbelasteten Grundwassers in die Wasserbehandlungsanlage der LEAG in Schwarze Pumpe läuft im Regelbetrieb. Die Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenfracht im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg wurden im Jahr 2018 durchgängig realisiert und werden 2019 fortgeführt.

Bei den Gefahrenabwehrmaßnahmen gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstieges hat die LMBV im Jahr 2018 die Zielstellungen jedoch nicht vollumfänglich erreicht. Eine maßgebliche Beeinflussung entstand durch die sich permanent verschärften Rahmenbedingungen wie zum Beispiel:

  • die Verzögerung von Vergabeentscheidungen aufgrund von Rügen und Nachprüfungsverfahren,
  • der Verlängerung von Genehmigungsprozessen infolge erhöhter naturschutzfachlicher Anforderungen
  • und nicht zuletzt fehlender Kapazitäten von Ingenieur- und Sachverständigenleistungen, aber auch verstärkt von Bauleistungen am Markt.

Die LMBV hat sich auf diese veränderten Bedingungen eingestellt und eine Reihe von Unternehmensentscheidungen zur Intensivierung der hausinternen Prozesse getroffen. Diese Maßnahmen müssen nun die erwarteten Effekte erbringen.

Bei den durchgeführten Gefahrenabwehrmaßnahmen infolge des Grundwasserwiederanstiegs war in Brandenburg die Inbetriebnahme des Südgrabens Altdöbern ein besonders wichtiger Meilenstein. Circa 430 Gebäude werden hierdurch künftig gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs dauerhaft geschützt.

Bei der komplexen Gefahrenabwehrmaßnahme gegen den Grundwasserwiederanstieg in der Stadt Senftenberg vervollständigte der Horizontalfilterbrunnen 9 im Ortsteil Brieske das Gesamtsystem. Die Maßnahme ist damit voll funktionsfähig und erfüllt qualitätsgerecht ihre Aufgabe.

Im Tagebau Nachterstedt verliefen die Arbeiten 2018 planmäßig. Die Herstellung der versteckten Dämme in der Ostböschung ist abgeschlossen. Die Verdichtungsarbeiten im Rutschungskessel ebenfalls. In diesen Bereichen erfolgt aktuell die Erarbeitung der Verdichtungsnachweise. An der Südwestböschung wird derzeit der im Jahr 2016 zum Teil beschädigte Rütteldamm gesichert. Der weitestgehende Abschluss der nutzungsabhängigen Erdbauarbeit wird in 2019 erfolgen. In den westsächsischen Tagebaubereichen standen vor allem wasserwirtschaftliche - und Wegebaumaßnahmen in Zentrum der Arbeiten.

Nach 20-jähriger Laufzeit wird mit Abschluss der Flutung der Bergbaufolgeseen der LMBV zum Jahresende 2018 die erfolgreiche Wasserüberleitung von den aktiven MIBRAG-Tagebauen zur LMBV eingestellt. Am 23. November 2018 trafen sich aus diesem Grund die Geschäftsführungen von MIBRAG und LMBV mit regionalen Akteuren und „Begründern“ des wasserwirtschaftlichen Konzeptes für den Südraum Leipzig im Ausstellungspavillon am Kap Zwenkau und zogen eine positive Bilanz dieser Erfolgsgeschichte. Auch im mitteldeutschen Revier nehmen die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs einen breiten Raum ein. Neben einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen an Gebäuden gegen Vernässungen in Folge des Grundwasserwiederanstiegs in Sachsen-Anhalt, Westsachsen und Thüringen erfolgte der Beginn der Böschungssicherung auf der Hochkippe Borna. Weitere Maßnahmen sind am Wasserspeicher Borna in Vorbereitung.

Die Planungen im thüringischen Schelditz gegen die anstehenden Vernässungsgefahren und Kontaminierungen im Grundwasser aus dem ehemaligen Teerverarbeitungswerk Rositz wurden weitergeführt. Die aufgrund der Schnittstelle des ökologischen Großprojektes und der Braunkohlesanierung sowie der gesplitteten Finanzierung erforderliche Vereinbarung zwischen dem Freistaat Thüringen und der LMBV wurde im Februar 2018 durch die thüringische Umweltministerin Anja Siegesmund unterzeichnet.

Die Maßnahmen zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards entsprechend Paragraf 4 des Verwaltungsabkommens wurden auch im Jahr 2018 in beiden Revieren fortgeführt. Genannt seien hier beispielhaft in Brandenburg die Errichtung eines 1,4 Kilometer langen Rad- und Wanderweges entlang des Südgrabens Altdöbern und der Bau einer Steganlage inklusive Zuwegung für das geplante schwimmende autartec-Haus am Bergheider See. Hierbei handelt es sich um ein zukunftsorientiertes BMBF-gefördertes Forschungsprojekt des Fraunhofer-Institutes.

In Ostsachsen wurde eine Zufahrtsstraße zum Schiffsanleger am Nordufer des Berzdorfer Sees errichtet. Für die Nutzung des Barbarakanals zwischen dem Partwitzer und dem Geierswalder See ab der Saison 2019 erfolgte die schifffahrtstechnische Ausstattung. In Westsachsen wurde die Maßnahme Schiffbarmachung der Pleiße im Bereich des Agra-Wehres fortgeführt. Im Paragraf 4 war die LMBV mit den erreichten Ergebnissen nicht vollständig zufrieden. Daher wurde eine Analyse zu den Ursachen durchgeführt, interne Schlussfolgerungen abgeleitet und mit dem Land Brandenburg und dem Freistaat Sachsen vereinbart, durch eine intensivere Zusammenarbeit eine Leistungssteigerung zu erreichen.

Am Standort des Bergwerkes Bischofferode wurden die Arbeiten zur Verwahrung der Tagesschächte abgeschlossen. Am 13. September erfolgte im Beisein des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow eine Würdigung dieses wichtigen Abschnittes der Verwahrung des ehemaligen Bergwerkes sowie der Arbeit der LMBV und der Bergleute vor Ort. Intensiv arbeitet die LMBV auch weiter an der Reduzierung der Salzfracht, die durch die Kalihalden im Südharzrevier in die Vorfluter Wipper, Unstrut und Saale eingetragen werden. Den Schwerpunkt der Bearbeitung bilden gegenwärtig die Ertüchtigung und der Neubau von technischen Anlagen zur Haldenlaugenbewirtschaftung und die Fortschreibung der Konzepte zur Reduzierung des Laugenaufkommens, insbesondere zur Haldenabdeckung und -Begrünung.

Abschließend bedankte sich Klaus Zschiedrich beim Gesellschafter der LMBV, dem Bundesministerium der Finanzen, dem Aufsichtsrat und den Finanziers der Bergbausanierung recht herzlich für die positive Begleitung der Geschäftstätigkeit im Jahr 2018 und das ausgesprochene Vertrauen gegenüber der Geschäftsführung und Belegschaft der LMBV. Zugleich richtete er seinen Dank an alle Akteure des Gemeinschaftswerkes Bergbausanierung, in den Kommunen, den Berg- und Umweltbehörden, den zuständigen Ministerien und bei den zahlreichen Geschäftspartnern. Er wünschte allen auch im kommenden Jahr 2019 Erfolg und Bergmannsglück. Glückauf!

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