LMBV: Rückbau einer 110 kV-Doppel-Freileitung bei Espenhain bis Ende Oktober 2015 geplant

Beseitigen von 29 Stahlgittermasten und Seilen auf einer Gesamtlänge von ca. sieben Kilometern

Leipzig/Espenhain. Der Rückbau der ehemaligen 110 kV-Doppel-Freileitung Kraftwerk Espenhain - Tagebau 1 und Kraftwerk Espenhain - Tagebau 2 ist für den Zeitraum Februar bis Ende Oktober 2015 bei einem Kostenaufwand von ca. 250.000 Euro von der LMBV als bergrechtlich verantwortliches Unternehmen vorgesehen. Der Rückbau einschließlich aller Vorbereitungsmaßnahmen wird ca. drei bis vier Monate in Anspruch nehmen, da die Freileitung u.a. zweimal die Bundesstraße B95, Bahnanlagen und eine 380 kV-Höchstspannungsleitung über bzw. unterquert. Da die Freileitung neben Feld- und Waldflächen auch Wohnsiedlungen und eine Kleingartenanlage überquert, bedarf es zuvor auch der Zustimmungen der einzelnen Grundstückseigentümer.

Die ehemalige 110 kV-Freileitung Kraftwerk Espenhain - Tagebau 1 und 2 wurde im Jahr 1962 in Betrieb genommen und diente der sicheren Versorgung des Tagebau Espenhain über die Umspannwerke 1 und 2, die zuvor über 6 kV-Kabelverbindungen eingespeist wurden. Mit der Stilllegung des Tagebaus Espenhain und den anschließenden Sanierungsmaßnahmen verringerten sich auch der Energiebedarf für den ehemaligen Tagebau Espenhain und seinen Tagesanlagen. Die bis dahin notwendigen kontinuierlichen Entwässerungsmaßnahmen wurden eingestellt und die am Ende mit 6 kV betriebene 110 kV-Freileitung im September 2013 außer Betrieb genommen.

Die Freileitung beginnend von der Schaltwarte Espenhain bis zum ehemaligen Gruben-Umspannwerk 2 hatte eine Gesamtlänge von ca. sieben Kilometern. Von den 29 Stahlgittermasten mit Block- und teilweise Pilzfundamenten die Seile vor der Mastdemontage zurückzubauen. Nach Außerbetriebnahme und über 50-jähriger Betriebslaufzeit ist die 110 kV-Freileitung einschließlich der Masten trotz Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen auf Grund der starken atmosphärischen und aggressiven Umwelteinflüsse verschlissen. Die Standsicherheit der Masten ist noch gewährleistet, jedoch nimmt mit fortschreitender Korrosion ab. Mit dem Rückbau der Freileitung lassen sich im Anschluss die Flächen des Industrie- und Gewerbeparks Espenhain und anderer angrenzender Flure noch besser vermarkten und teilweise besser in ihren ursprünglichen Zustand einbinden.

Archiv: Luftbildaufnahme der LMBV des GIP Espenhain aus dem Jahr 2012

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