LMBV: Steganlage am Bergheider See von LMBV an Amt und Kommune übergeben

Weiteres Paragraph-4-Projekt zur weiteren Seeentwicklung zus. mit SGL fertiggestellt

Lichterfeld. Im Beisein der Brandenburger Infrastrukturministerin Kathrin Schneider wurde am 1. Oktober 2018 eine neu errichtete Steganlage durch die LMBV an die Kommune Lichterfeld-Schacksdorf am Nordufer des Bergheider Sees übergeben.

Dazu unterschrieben Amtsdirektor Gottfried Richter, Bürgermeister Gurk sowie LMBV-Sanierungsbereichsleiter Manfred Kolba sowie Abteilungsleiter Michael Matthes die entsprechenden Papiere. Bürgermeister und Amtsdirektor bedankten sich beim Projektträger LMBV und der SGL Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer mbH für das effiziente Umsetzen des Projekts sowie beim Land Brandenburg für die Finanzierung.

Das Land Brandenburg unterstützt seit 2015 die Entwicklung der touristischen Infrastruktur sowie die Errichtung der Steganlage am Bergheider See aus § 4-Mitteln des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. Die Gesamtkosten betragen laut MIL rund sieben Millionen Euro - davon kamen rund 5,6 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt und der Rest aus kommunalen Eigenmitteln.

Kathrin Schneider betonte während der Zeremonie: „Es herrscht Aufbruchstimmung am Bergheider See. Das eindrucksvolle Industriekulturdenkmal F 60 ist seit 2002 als Besucherbergwerk geöffnet und seitdem ein Besuchermagnet im Lausitzer Seenland. Ein nächster Meilenstein am Nordufer des Sees ist mit Übergabe der Steganlage erreicht. Es ist dank der Zusammenarbeit zwischen der LMBV als Projektträger, dem Amt Kleine Elster, der heimischen Bauwirtschaft sowie dem Land gelungen eine innovative, für den Standort maßgeschneiderte Anlage zu schaffen. Damit ergeben sich neue Chancen und Perspektiven für die weitere Entwicklung und Nutzung der Bergbaufolgelandschaft. Was hier möglich ist, zeigt das Vorhaben des Fraunhofer Instituts, hier ein schwimmendes energieautarkes Haus zu errichten.“

Im Rahmen des Verwaltungsabkommens Braunkohlensanierung fördert das Land die weitere Entwicklung in Sanierungsgebieten bis 2022 mit jährlich 10 Millionen Euro. Aus diesen Mitteln wird auch die Entwicklung des Nordufers des Bergheider Sees im Umfeld der F 60 mitfinanziert. Das Projekt beinhaltet die Errichtung der öffentlichen Zuwegungen und Stellplätze für die geplante touristische Nutzung, sowie die öffentliche Steganlage als Basis des künftigen Hafens. Die Steganlage und bereits fertiggestellte Bereiche des Wegenetzes werden nun schrittweise an die Kommune übergeben, um die künftige Nutzung in Gang zu setzen. Diese soll – das ist erklärtes Anliegen des Amtes Kleine Elster – mit der Ansiedlung von Gastronomie und Beherbergung so schnell wie möglich beginnen.

Die Standortentscheidung des Fraunhofer Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme Dresden zur Errichtung des innovativen energie- und versorgungsneutralen schwimmenden Autartec-Hauses am Bergheider See hat dem Projekt eine zusätzliche Bedeutung verliehen. Neben der geplanten Forschungstätigkeit entsteht hier ein weiterer Besuchermagnet. „Für die künftige Entwicklung der Lausitz auch nach dem Ende des Kohlebergbaus bedarf es von allen Beteiligten Engagement, Mut und Tatkraft. Das Amt ist hier mit gutem Beispiel vorangegangen, privatwirtschaftliche Initiative soll die Umsetzung der Pläne künftig komplettieren. Wir wollen das weiter fördern begleiten und unterstützen“, sagte Ministerin Schneider vor Ort.

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