LMBV: Untergrundsichern der gekippten Ufer im Ex-Tagebau Cottbus-Nord kommt voran

Fa. SGL Spezialleistungen GmbH verdichtet südöstliche Kippenböschung

Senftenberg/Cottbus. Im Verantwortungsbereich der LMBV des ausgelaufenen Tagebaues Cottbus-Nord begannen im September 2015 umfangreiche Sicherungsmaßnahmen mittels RDV an der südöstlichen Kippenböschung des zukünftigen Cottbuser Ostsees. Bereiche der östlichen Kippenböschungen und der so genannten Großen Insel befinden sich in der jeweiligen markscheiderisch klar abgrenzten Verantwortung der LMBV bzw. von Vattenfall Europe-Mining (VE-M).

Im Bereich des vormaligen Tagebaues Cottbus-Nord befinden sich zurzeit noch ca. 600 Hektar ehemalige Tagebauflächen in Verantwortung des Bundesunternehmens LMBV mbH. Davon sind ca. 140 ha zukünftige Seefläche. Die Sicherung der künftigen Uferböschungen mittels RDV ist bereits durch beide wiedernutzbarmachungsverantwortliche Unternehmen im jeweiligen Verantwortungsbereich in der Realisierung. Für VE-M sind derzeit u.a. zwei Rüttler der Fa. GMB im Einsatz. Den LMBV-Part an der südöstlichen Kippenböschung setzt die Firma SGL Spezialleistungen GmbH um.

In den LMBV-Bereichen der südlichen und östlichen Uferböschungen wurde 2014 mit den vorbereitenden Holzungs- und Erdbauarbeiten begonnen. Die Bereiche der zukünftigen Rütteltrassen wurden geholzt und teilweise vorprofiliert. Zusätzlich erfolgte die Errichtung von ca. 3.000 m Wirtschaftswegen und Zufahrten. Ab September 2015 erfolgen nun die Böschungssicherungen mittels der Rütteldruckverdichtung (RDV) im Bereich der südlichen Kippenböschungen. Im Leistungszeitraum 2015/2016 werden dabei rund 3,36 Mio. m³ Boden überwiegend bis zu gewachsenen Liegendem verdichtet.

Insgesamt sind im Verantwortungsbereich der LMBV bis Ende 2018 auf einer Böschungslänge von ca. 5.500 Meter rund 23,3 Mio. m³ Boden zu verdichten. Dazu ist zwischenzeitlich der Einsatz von insgesamt bis zu 5 RDV-Geräten gleichzeitig vorgesehen. Nachfolgend werden diese Bereiche mittels Fallgewichtsverdichtung sowie dem Einsatz von Vibrationswalzen nachverdichtet, um endgültig eine Bodenverflüssigung zu verhindern. Dabei sind nochmals ca. 2,0 Mio. m³ Boden zu verdichten. Die verdichteten Bereiche werden anschließend entsprechend den Vorgaben profiliert um die Erosion durch Oberflächenwasser und späteren Wellengang zu minimieren. Die gesamten Maßnahmen im Verantwortungsbereich der LMBV werden nicht vor 2021 abgeschlossen sein. Abschluss der Sanierungsmaßnahmen der LMBV bilden die Rekultivierung bzw. Aufforstung von Flächen und die anschließende Pflege.

Der Restraum des im Dezember 2015 ausgelaufenen Tagebaus Cottbus-Nord der Vattenfall Europe-Mining soll aufgrund der geringen Kippenhöhen als Binnensee mit großen Flachwasserbereichen gestaltet werden. Durch den Bergbaubetreiber wurde dazu beim zuständigen LBGR ein entsprechender Planfeststellungsantrag eingereicht. Die zukünftigen Uferzonen und Seebereiche müssen jedoch vor dem Wiederanstieg des Grundwassers gesichert werden. Diese Sicherungsmaßnahmen sind die Vorrausetzung für die nach der Flutung des 1.880 Hektar großen Sees vorgesehene gefahrlose touristische Nutzung.

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