Mühle von Fürstlich Drehna geht zu neuem Standort auf Reisen

Mühlen-Umsetzung aus dem Kippensperrgebiet zum Mühlberg

Senftenberg/Fürstlich Drehna. Die denkmalgeschützte Bockwindmühle von Fürstlich Drehna ist seit dem 10. Juni 2014 kopflos. Dies hat seinen Grund. Die Mühle muss vom gesperrten Tagebaugelände der LMBV bei Fürstlich Drehna weichen und wird auf dem Mühlberg bei der Moto-Cross-Strecke neu aufgebaut. Ein Kran hat das 2,5 Tonnen schwere Dach heruntergehoben und auf einem Verladelaster abgelegt. Laut Wilfried Pilz vom Heimatverein Fürstlich Drehna „werde die bewegte Geschichte des Bauwerkes ihr gutes Ende finden“, sagte er kürzlich der Lokalzeitung. Die mehr als 200 Jahre alte Mühle hatte ursprünglich nur noch als Fragment in Schiebsdorf gestanden. 1993 kaufte das damalige Amt Luckau die Mühle mit der Maßgabe, sie wiederaufzubauen und sie öffentlich zugänglich machen. Die Bockwindmühle wurde dann zum Mühlentag 2001 feierlich eingeweiht. Mehr als zehn Jahre war sie ein beliebtes Ausflugsziel. Dann musste die LMBV Kippenflächen des ehemaligen Tagebaus Schlabendorf-Süd wegen einer erhöhten Rutschungsgefahr durch das aufsteigende Grundwasser sperren. Die Mühle stand damit im Sperrbereich. Stadt, Verein und Bergbausanierer fanden jedoch eine gemeinsame Lösung. Unter strengen Sicherheitsauflagen wird sie nun ab Juni 2014 abgebaut und zum Mühlberg umgesetzt. Die Kosten übernimmt dafür die LMBV. Zum Brandenburger Dorf- und Erntefest am 13. September 2014 sollen sich die Flügel der Bockwindmühle am neuen Standort wieder drehen, so das Ziel der Akteure.

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