Schlabendorfer See soll in 2014 einen neutralen pH-Wert erreichen

Absetzbecken am Lorenzgraben erfüllten ihre erwartete Funktion zufriedenstellend

Senftenberg/Schlabendorf. Bisher wurden im Auftrag der LMBV ca. 1000 t Kalksteinmehl und 4500 t Branntkalk im Schlabendorfer See zur Güteverbesserung des Bergbaufolgesees eingesetzt. Erwartungsgemäß hat sich der pH-Wert noch nicht signifikant geändert, jedoch hat sich die Acidität in Form der Basenkapazität (KB8,2) von ca. 14 mmol/l auf etwa 9,5 mmol/l verringert. Mit einem signifikanten Anstieg des pH-Werts ist erst nach Überwindung des Eisenpuffers Ende des I. oder Anfang des II. Quartals 2014 zu rechnen, so die mit dem Monitoring befassten wissenschaftlichen Mitarbeiter der LMBV.

Das Schiff wird arbeiten, solange es die Witterung zulässt. Ob es danach dort gesichert oder abtransportiert wird, ist dem Auftragnehmer Brain GmbH überlassen. Im Frühjahr 2014 nach Eisaufbruch wird das Schiff seine Arbeit auftragsgemäß wieder aufnehmen.

Der See wird voraussichtlich Ende des I. Quartals bzw. Anfang des II. Quartals 2014 einen neutralen pH-Wert erreicht haben. Danach wird das Schiff jedoch weiter an der Güteverbesserung im See arbeiten, um eine „Wiederversauerung“ zu unterbinden. Hierfür sind jedoch voraussichtlich nicht mehr so viele Fahrten pro Woche und geringe Mengen Einsatzmittel notwendig wie bisher. Zurzeit wird geprüft, welches die beste Nachsorgevariante für diesen Bergbaufolgesee darstellt.

Der Wasserstand konnte durch die Überleitung zum Restloch F, dem Lichtenauer See, und die Ausleitung aus den Lorenzgraben kontinuierlich abgesenkt werden; zur Erreichung des bodenmechanisch zulässigen Wasserstands ist eine weitere kontinuierliche Überleitung in das Restloch F notwendig, so die Geotechniker der LMBV.

Nach Information der LMBV-Planungsabteilung Lausitz erfüllten die fünf temporären Absetzbecken am Lorenzgraben in den zurückliegenden Monaten ihre erwartete Funktion zufriedenstellend, wurden schrittweise und abwechselnd bespeist und teilweise beräumt. Der anfallende Schlamm wurde zunächst zwischengelagert und trocknet. Über eine endgültige Verbringung des getrockneten Materials muss noch entschieden werden. Mit dem Aussetzen der zeitweilig genutzten Natronanlage der LMBV am Lorenzgraben  findet gegenwärtig nur noch eine geringere Bewirtschaftung der Becken in der kalten Jahreszeit statt. Diese Becken könnten in 2014 nach Erreichen der o.g. Qualitätsmerkmale im Schlabendorfer See etappenweise wieder zurückgebaut werden.

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