Unruhe im Schweinekippenparadies – Erfolgreiche Drückjagd im Kippenwald von Seese-West

Senftenberg. Wie Volkmar Zarach, LMBV-Abteilungsleiter Rekultivierung und Umweltschutz informierte, ist die Drückjagd in den gesperrten Kippenwaldgebieten des ehemaligen Tagebaus Seese-West und angrenzenden Forsten als erfolgreich einzuschätzen. Von Mlode aus unterstützte die LMBV sowohl den Waldbesitzer Perschk als auch Waldbesitzer zu Lynar mit mehreren Treibern und Jagdberechtigten. Gemeinsam mit der Unteren Jagdbehörde waren besondere Belehrungen und eigens Funkkontakt zu einer Leitstelle für die Jagd am und im Kippen-Sperrgebiet organisiert worden. Wäre es zu einer Rutschung oder einem Unfall kommen, hätte man so schneller als üblich reagieren können. Auch ein Hubschrauber der Polizei sollte vorsorglich das Geschehen im Sperrgebiet zusätzlich begleiten, konnte jedoch auf Grund der Sichtverhältnisse nicht zum Einsatz kommen. Etwa 70 Jäger und 80 Treiber waren am 14.12.2012 auf den rund 1.500 Hektar großen Arealen zusammengekommen, um das Kippen-Wild zu dezimieren. Im Ergebnis beider Jagdgesellschaften konnten 72 Wildschweine und 13 Stück Rotwild zur Strecke gebracht werden, so LMBV-Jagdverantwortlicher V. Zarach. Die LMBV-Schützen selbst streckten erfolgreich sechs Tiere. In den Sperrgebieten hatten diese Tiere ideale Rückzugsgebiete, deren Ruhe nun nachhaltig gestört werden konnte. Damit konnten die Populationen von Schwarz- und Rotwild von Waldbesitzern, Jagdbehörde und LMBV mit vielen Partnern gemeinsam waidmännisch gezielt reduziert werden. Die Kippengebiete in Seese-West waren für diese Drückjagd einmalig von der LMBV freigegeben worden. Fotos: LMBV-Archiv / LMBV-Drückjagd 2009 im Bereich Berzdorf

 

Zurück