Woher kommt die Verockerung der Spree?

Eisen ist ein weit verbreitetes, natürliches Mineral in der Erdkruste. In der Lausitz gab es früher große Eisenvorkommen, das sogenannte Raseneisenerz, das oberflächennah in der Erdkruste lagerte und speziell in der Region von Lauchhammer, Burghammer bis Peitz anzutreffen war Diesen Bodenschatz bauten die Menschen in den vergangenen 700 Jahren ab und errichteten Hütten und Hammerwerke. Dadurch haben Generationen von Menschen über die Jahrhunderte ihr Auskommen im Bergbau gesucht und gefunden.
Seit 150 Jahren wird aktiver Braunkohlebergbau in der Region betrieben. Im Zuge des Bergbaus wurde das Grundwasser abgesenkt und daher kamen die eisenhaltigen Deckschichten in Kontakt mit Sauerstoff. Die dadurch ausgelösten Oxidationsprozesse führten zur Freisetzung von feinverteiltem Eisen. Durch den kontinuierlichen Anstieg des Grundwassers in den letzten Jahren wird nun dieses Eisen verstärkt ausgeschwemmt und gelangt in die Spree, wo es durch die Braunfärbung des Wassers schon in geringen Mengen sichtbar wird.

Das farblich zunächst neutrale eisenhaltige Wasser verändert seine Farbe, weil sich im Zuge der weiteren Sauerstoffaufnahme das gelöste Eisen im Wasser zu Eisenhydroxid verwandelt.
Die rötliche Färbung entsteht durch die Ausfällung von Eisenhydroxid.

Zuletzt aktualisiert am 15.03.2013 von Uwe Steinhuber.

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