Concordiasee: Pontons kommen wegen einsetzendem Eis und Schnee später zu Wasser / Absage des geplanten Fototermins am 30.11.2010

Senftenberg/ Nachterstedt. Der für den 30.11.2010 um 13:00 Uhr geplante Fototermin muss leider wegen des Witterungsumschwunges entfallen und wird zu einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt nachgeholt. Die bauausführende Firma FUGRO hat heute Morgen aus Sicherheitsgründen entschieden, das Zuwasserlassen der Pontonsaufzuschieben.

Der Sicherheitsbeauftragte der FUGRO CONSULT GMBH führt dafür folgende Gründe an:

  • Bei den gegenwärtigen Temperaturen bildet sich auf dem zum Einschwimmen der Pontons zu nutzenden Slipwagen Eis. Ein Abrutschen der ebenfalls vereisten Pontonteile auf dem Slipwagen kann dann nicht mehr ausgeschlossen werden.
  • Des Weiteren ist mit Vereisungen der asphaltierten Zufahrstrasse zu rechnen. Hier bestehe  eine erhebliche Gefahr für das Abrutschen des Krans und der Zugmaschine vom Weg.
  • Die Wettersituation hat aber auch Auswirkungen auf die Sichtweiten der Böschungsbeobachter. Die laut den „Speziellen Verhaltensanforderungen für die seeseitige Arbeiten“ geforderte Sichtweite von größer 1.250 Meter ist bei diesen Witterungsbedingungen (Schneefall) nicht mehr gegeben.

Einordnung:
Die LMBV hatte in den zurückliegenden Monaten gemeinsam mit dem interdisziplinären Gutachterteam eine intensive Planungs- und Genehmigungsphase zur seeseitigen Erkundung vorangetrieben. Dazu sollten ab 30.11.2010 entsprechend der bei der Bergbehörde eingereichten und vom Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) zugelassenen 113. Ergänzung zum Abschlussbetriebsplan für das Tagebaurestloch Nachterstedt mehrere Pontons auf dem Concordiasee eingeschwommen. Diese sollen zu zwei Arbeitsplattformen für Bohrgeräte in der Größe von je 24 mal 12 Meter und zu einer Versorgungseinheit von 12 mal 7 Meter verbunden werden.

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