Fertigstellung weiterer Vetschauer Wasserbehandlungsanlage bei Eichow bis Mitte Mai

Eisenreduzierung im Eichower Fließ ab 16. Mai 2014 in LMBV-WBA bei Vetschau

Senftenberg/Eichow. Die Umnutzung und Rekonstruktion der Wasserbehandlungsanlage des ehemaligen Kraftwerkes Vetschau (vormalige Fischteiche der Binnenfischerei Peitz bei Eichow) steht vor ihrem baulichen Abschluss. Am 16.05.2014 soll die Anlage durch den Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber und den Vorsitzenden der Geschäftsführung der LMBV, Klaus Zschiedrich, ]medienöffentlich in Betrieb gesetzt werden. Dazu hatte die LMBV die Altbecken der Fischteiche als Sofortmaßnahme aus privater Hand erworben und kurzfristig umgebaut.

Im Zuge der Umsetzung des Landtagsbeschlusses vom 24.01.2013 fand am 22.02.2013 ein Gespräch beim Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg statt. Hier wurde ein Maßnahmekatalog als Sofortprogramm zur Reduzierung der Eisenbelastung der Spree verabredet. Dabei wurde dem Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE) die federführende Bearbeitung übertragen. Zur Koordinierung der Aufgaben vor Ort wurden das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) Brandenburg eingesetzt. Die LMBV wurde als Projektträger mit der Umsetzung der geplanten Sofortmaßnahmen beauftragt.

Die Umnutzung und Rekonstruktion der Wasserbehandlungsanlage des ehemaligen Kraftwerkes Vetschau (vormalige Fischteiche der Binnenfischerei Peitz bei Eichow) wurde dabei als eine von insgesamt 10 Sofortmaßnahmen auf brandenburgischem Territorium benannt. Diese Maßnahme zielt kurzfristig darauf ab, das gefasste Wasser aus dem Eichower Fließ mittels Pumpstation und Rohrleitung über die noch vorhandenen Becken dieser vormaligen Fischaufzuchtteiche zu leiten und diese als Wasserbehandlungsanlage zur Eisenretention umzuwidmen.

Das Eichower Fließ führt zwar eine relativ geringe Wassermenge, jedoch mit sehr hohen Eisenkonzentrationen. Der pH-Wert des Eichower Fließes liegt bereits in einem günstigen, neutralen Bereich, so dass über die bloße Verweildauer des Wassers in den Becken, der Absetzprozess des Eisenhydroxidschlammes (EHS) möglich ist. Mit der Umsetzung dieser Sofortmaßnahme wird ein sehr großer Teil der Eisenfrachten aus dem Einzugsgebiet des Greifenhainer Fließes (einschl. Eichower Fließ) vor Eintritt in den Südumfluter (der Spree) zurückgehalten.

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