LMBV informiert aktiv zu möglichen Lösungen für saubere Spree und bei Spreezuflüssen

Senftenberg. Die LMBV ist sich der besonderen Bedeutung des Umweltproblems „Wasserqualität der Spree“ bewusst. Sie ist sich auch ihrer Verantwortung zur transparenten Informationspflicht bewusst. Im Zuge des Grundwasserwiederanstiegs im Verantwortungsbereich der Braunkohlesanierung kommt es zu diffusen Einträgen von eisen- und sulfatbelasteten Grundwässern in die Spree und deren Zufließe. Seit 2008 führt die LMBV umfangreiche Untersuchungen durch, um die diffusen Einträge zu lokalisieren und Maßnahmen zum Schutz der Schutzgüter Oberflächengewässer (insbesondere für Spree und Spreewald) zu konzipieren.

Zunächst waren - und sind noch - die genaue Lokation, die Konzentration und die Frachtmenge der diffusen Einträge - im Zuge von mehrere Jahre erfassenden Datenerhebungen - zu identifizieren und zu quantifizieren. Dabei musste der Grundwasserwiederanstieg einen fortgeschrittenen Stand erreichen, um die diffusen Einträge zu lokalisieren und zu erfassen. Zuvor war es nicht möglich, gesicherte Prognosen über die vorgenannten Größen zu machen.

Die Ergebnisse der Datenerhebungen haben erst in den letzten Monaten eine Qualität erfahren, auf deren Grundlage die ersten technisch wirksamen und wirtschaftlich sinnvollen Abwehrmaßnahmen geplant und umgesetzt werden können. Mit den derzeit geplanten kurzfristigen Maßnahmen sollen:

  • im Nordraum eine „hydraulische Barriere zum Spreewald“ errichtet werden, und zwar durch Wiederinbetriebnahme von Grubenwassereinigungsanlagen Vetschau und Kraftwerk Vetschau, durch Beräumung der Wudritz, eine veränderte Wasserableitung vom Schlabendorfer See zum Lichtenauer See
  • sowie durch weitere lokale Maßnahmen zur Fassung und Reinigung von eisenhaltigen Wässern und
    die Eisenbelastung der kleinen Spree und der Spree im Südraum durch Wiederinbetriebnahme der Grubenwassereinigungsanlage Burgneudorf sowie durch lokale Fassung und Reinigung der eisenhaltigen diffusen Wässer verringert werden.
  • Darüber hinaus: Feldversuche zur In-situ-Sulfatreduktion

Mit der Umsetzung vorgenannter Maßnahmen soll vor allem eine schnelle Wirkung gegen eine mögliche Beeinträchtigung des Schutzziels Spreewald erreicht werden.

Gleichzeitig werden Planungen für weitere mittel- und langfristig wirksame Maßnahmen an der Quelle durchgeführt, um sie in den Jahren 2014/2015 abzuschließen und zeitnah umzusetzen.

Alle wesentlichen Ergebnisse der Studien für beide Räume, Ist-Situation, Prognosen sowie erforderliche Maßnahmen sind im Januar 2013 auf der homepage www.lmbv.de (Wassermanagement/Verockerung der Spree) eingestellt worden. Die LMBV wird ihre Informationsarbeit in diesem wichtigen Umweltprojekt gegebenenfalls noch weiter intensivieren.

Bisherige beauftragte Studien im Auftrag der LMBV zur Erfassung der eisenbelasteten diffusen Einträge in die Spree und deren Zufließe, Prognosen zur weiteren Entwicklung sowie erforderliche Maßnahmen:

I. Südraum (Kleine Spree und Spree nördlich von Lohsa und Bärwalde bis Talsperre Spremberg)

II. Nordraum (Fließe zum Spree/zum Spree-Südumfluter: Greifenhainer Fließ, Vetschauer Mühlenfließ, Schrake, Wudritz und Berste)

  • 1. Studie (Dezember 2010), Bürgerversammlung Raddusch (Oktober 2012)
  • 2. Studie (geplant März 2013)
  • laufende Diskussion und Fortschreibung der Zwischenergebnisse bzgl. erforderlicher Maßnahmen

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