LMBV und Stadt Spremberg besiegeln am 10. März 2015 Zusammenarbeit bei Ockerreduzierung

Bergbausanierer beteiligt sich an Kosten f√ľr Ma√ünahmen zum Reduzieren der Auswirkungen der erh√∂hten Eisenlast in der Spree auf das Stadtgebiet Spremberg

Senftenberg/Spremberg. Das Bundesunternehmen LMBV wurde hinsichtlich seiner vorhandener Strukturen und seiner Expertise bei der Braunkohlesanierung vom Land Brandenburg und vom Freistaat Sachsen mit L√∂sungen zur Verbesserung der G√ľte in der Spree und der Eisenminderung beauftragt, deren Finanzierungen durch die Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung im Wesentlichen sicher gestellt werden.

Die LMBV hat mit wissenschaftlichen Partnern im S√ľdraum der Spree Studien zur Untersuchung zu den hydrochemischen und √∂kologischen Auswirkungen der Exfiltration von eisenhaltigem, saurem Grundwasser in die Kleine Spree und die Spree durchgef√ľhrt. Im Ergebnis dieser Studien ist festzustellen, dass eine Hauptursache der Eisenbelastung im Bereich der Spreewitzer Rinne in der langj√§hrigen Bergbaut√§tigkeit inklusive des nat√ľrlichen Grundwasserwiederanstieges liegt. Durch den fortgeschrittenen Grundwasserwiederanstieg tritt der Kleinen Spree zwischen Burghammer und Spreem√ľndung auf einem Abschnitt von ca. 3,5¬†Kilometer sowie der Spree zwischen dem Wehr Ruhlm√ľhle und Spreewitz auf ca. 7 ¬†Kilometer ein stark eisenhaltiges Grundwasser zu. Die Eisenbelastung der Spree wurde in Folge dessen zunehmend bis zur Talsperre Spremberg nachweisbar und aufgrund der Eisen-gesamt-Konzentration von √ľber 3 mg/l als Tr√ľbung bzw. Gew√§sserf√§rbung sichtbar.

F√ľr das Spreegebiet S√ľdraum mit dem Einzugsgebiet der Spree und der Kleinen Spree auf dem Territorium des Freistaates Sachsen wurde deshalb durch die LMBV aktuell ein Ma√ünahmenprogramm erarbeitet und Planungsleistungen initiiert, aus denen in den n√§chsten Jahren schrittweise Ma√ünahmen zur Verringerung des Eisenzustromes in die Flie√ügew√§sser realisiert werden sollen. Diese Ma√ünahmen werden zu einer messbaren Verringerung der Eisenbelastung in der Spree f√ľhren. Da aber noch einige Jahre bis zur vollen Wirksamkeit der Ma√ünahmen vergehen werden, m√ľssen zwischenzeitlich tempor√§re L√∂sungen zur Minderung der Auswirkungen der Eisenbelastung entlang der Spree vorbereitet und umgesetzt werden.

Besonders betroffen von der aktuellen Eisenbelastung ist die Stadt Spremberg. Einerseits sind (und können) die auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen vor Spremberg geplanten Maßnahmen noch nicht wirksam (sein). Andererseits liegt die Stadt Spremberg oberhalb der Talsperre Spremberg und kann somit auch nicht von der Absetzwirkung der Talsperre bzw. den eventuell hier getroffenen Wasserbehandlungsmaßnahmen profitieren.

Vor diesem Hintergrund haben die LMBV und die Stadt Spremberg eine ‚ÄěKosten√ľbernahmevereinbarung f√ľr Ma√ünahmen zur Reduzierung der Auswirkungen der erh√∂hten Eisenlast in der Spree auf das Stadtgebiet Spremberg‚Äú am 10.03.2015 abgeschlossen.

Die Maßnahmen beinhalten folgende Teilleistungen:

-      Herunterfahren und Reinigen des Schlauchwehres Trattendorf von Eisenhydroxidschlamm (EHS) -Ablagerungen,

-      Reinigung des Pegels Trattendorf von EHS-Ablagerungen,

-¬†¬†¬†¬†¬† EHS-Entnahme und ‚ÄďEntsorgung zur Aufrechterhaltung der Funktionst√ľchtigkeit des Fischpasses Trattendorf,

-¬†¬†¬†¬†¬† Entschlammung der Spree unmittelbar oberhalb dem M√ľhlenwehr Spremberg einschlie√ülich Entsorgung,

-¬†¬†¬†¬†¬† Reinigung der Schleuse am M√ľhlenwehr Spremberg von EHS-Ablagerungen,

-      Reinigung von derzeitig 26 Bootsstegen von EHS-Ablagerungen nach Überflutungen durch Hochwasser

Die Leistungen werden in Eigenleistung bzw. in Projekttr√§gerschaft der Stadt Spremberg durchgef√ľhrt. Die Vereinbarung mit der LMBV enth√§lt eine Gesamtkosten√ľbernahme der¬†Bergbausanierer f√ľr bergbaulich bedingte Mehraufwendungen in H√∂he von rund 200.000 ‚ā¨ im Zeitraum 2015 bis 2017.

Foto: Symbolfoto zum Thema Eisehydroxid

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