RBB-Filmteam informierte sich über Stand der Abwehrmaßnahmen gegen Braune Spree

LMBV-Anlage hat seit einem Jahr 12 Mio. Kubikmeter Wasser gereinigt und 65 Tonnen Eisen herausgeholt

Senftenberg/Ragow/Vetschau. Am 17.06.2014 informierte sich ein RBB-Team in Ragow, Vetschau, Eichow und Suschow sowie Burg über den Zustand der Spreefließe und der Spree. Die Redakteurin Konstanze Schirmer ging dabei den Fragen zum Stand bei Abwehr der Verockerung nach. Dazu standen ihr an der Wudritz sowie am Eichower Fließ der Kahnfährmann Manfred Rosenberger, der Vertreter des Aktionsbündnis Klare Spree Edelbert Jakubik und LMBV-Pressesprecher Uwe Steinhuber als Gesprächspartner zur Verfügung. Ins Bild wurde dabei der Einsatz eines Saugspülbaggers des WBVOC in der Wudritz und die seit einem Jahr laufende Anlage am Neuen Vetschauer Mühlenfließ.

Ein wichtiges Element bei der Umsetzung der LMBV-Sofortmaßnahmen zur Eisenreduktion am Vetschauer Mühlenfließ ist die wieder in Betrieb genommene Grubenwasserreinigungsanlage (GWRA) in Vetschau. Hier werden die behördlichen Grenzwerte im Ablauf der Anlage (Messtelle 10.204) mit ≤ 3 mg/l Eisen (gesamt) konstant eingehalten. Im Zeitraum der Wiederinbetriebnahme am 21.05.2013 bis 16.05.2014 wurden ca. 11,6 Mio. Kubikmeter Wasser gereinigt und damit Eisenfrachten von ca. 64.500 kg in der Anlage zurückgehalten.

Ein weiteres wichtiges Element zur Eisenreduktion im Einzugsgebiet der Wudritz ist die Initialneutralisation des Schlabendorfer Sees (Restloch 14/15) mittels eines Sanierungsschiff. Dabei werden Kalkprodukte zur Behandlung des  Seewasserkörpers, mit einem Volumen von 46 Mio. Kubikmeter Wasser und einer Fläche von 556 Hektar, eingesetzt. Von Juli 2013 bis April 2014 wurden ca. 10.000 Tonnen Kalkprodukte zur In-Lake-Behandlung eingebracht. Bis Oktober 2014 sind nochmals ca. 12.000 Tonnen Branntkalk erforderlich, um den pH-Wert von ursprünglich 2,5 auf ≥ 6,0 anzuheben.

Im Rahmen der Einhaltung von Sonderbetriebsplänen zu wasserwirtschaftlichen Maßnahmen ist die LMBV zur Datenübergabe von Monitoringergebnissen an vorgegebenen Messtellen des LBGR bzw. des LUGV Brandenburg verpflichtet. Dabei sind unter anderem monatliche Wassergütemessungen an der Spree und deren Zuflüsse durchzuführen. Die Monitoringdaten aus dem April 2014 zeigen, dass im Unterlauf der Spree, von der Talsperre Spremberg (Pegel Bräsinchen) bis zum Pegel Leibsch, Werte für Eisen (gesamt) um ≤ 1 mg/l (Wasser) gemessen wurden. Gleichzeitig sind die südlichen Zuflüsse zum Spreewald weiterhin erhöht und liegen zwischen 2 bis 14 mg/l, was die Notwendigkeit der weiteren Umsetzung des Barrierekonzeptes zum Schutzgut Spreewald belegt.

Am Eichower Fließ erfolgten die Aufnahmen im noch unberäumten Fließbereich nahe der Landstraße 49 ca. 800 Meter vor und ca. 500 Meter nach der seit Mai angelaufen weiteren Behandlungsanlage der LMBV.

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