VEM: Vattenfall-Tagebaue beeinflussen Grundwasser in Polen nicht

Bergbauunternehmen Vattenfall Europe Mining weist Schadensersatzforderung aus Brody zurück

Cottbus. In einem Schreiben an die Vattenfall GmbH hat die Gemeinde Brody, vertreten durch die international mit Umweltorganisationen wie Greenpeace vernetzte Stiftung Frank Bold, das Bergbauunternehmen aufgefordert, im Wege eines Vergleichs die Kosten für den Bau einer Wasseraufbereitungsstation und zusätzlicher Wasserleitungsnetze in Höhe von etwa einer Million Złoty (etwa 250.000 Euro) zu übernehmen. Dies seien erhöhte Kosten der Wasserversorgung, welche auf „Auswirkungen des Senkungstrichters der Braunkohlengrube“ zurückzuführen seien. In dem Schreiben wird in diesem Zusammenhang auch von Bergschäden gesprochen, ohne dies näher zu begründen.
 
Vattenfall weist indessen entschieden die Behauptung zurück, dass der Tagebaubetrieb in Jänschwalde und Cottbus-Nord Einfluss auf die Grundwassermenge oder -qualität auf polnischem Territorium hat. „Schon durch die räumliche Entfernung ist es völlig ausgeschlossen, dass die im Vergleichsangebot angezeigten Schadensfälle einen sachlichen Zusammenhang zum Betrieb des Tagebaues haben“, sagt Ingolf Arnold, Leiter Geotechnik bei Vattenfall. „Zudem garantieren die auf deutscher Seite errichtete 10,8 Kilometer lange Dichtwand und eine am Ostrand des Kohlenfeldes Jänschwalde verlaufende rinnenartige geologische Struktur aus wasserundurchlässigen Tonen, dass der Grundwasserabsenkungstrichter auf deutsches Territorium begrenzt bleibt.“
 
Vattenfalls Chefgeologe verweist darauf, dass seit 1985 ununterbrochen zweimal  jährlich durch deutsche und polnische Wasserbehörden maßgebende Grundwassermessstellen beiderseits der Lausitzer Neiße zwischen Forst / Zasiecki und Guben / Gubin gemessen und gemeinsam bewertet werden. Die Ergebnisse der Bewertung finden Eingang in die jährlichen Sitzungen der deutsch-polnischen Grenzgewässerkommission und werden zugleich auch der Wojewodschaft Lubuskie zur Verfügung gestellt. Kontinuierlich wurde immer festgestellt, dass in den für die Wasserversorgung der Bevölkerung genutzten Grundwasserhorizonten auf polnischem Staatsgebiet kein Einfluss des Tagebaues Jänschwalde nachweisbar ist.

 
Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Thoralf Schirmer, Vattenfall GmbH, Pressesprecher Lausitz, Media Relations Cottbus
Telefon 0355 2887 3067, Fax 0355 2887 3066, thoralf.schirmer@vattenfall.de  

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