LMBV-Bergbaufolgeseen sollen verkauft werden

Berlin/Senftenberg. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) hat in Brandenburg bislang Bergbauseen mit einer Fläche von mehr als 1500 Hektar verkauft. "Dort haben seit 1998 zwölf Seen einen Käufer gefunden. Das waren meist Anliegerkommunen, die ein Vorkaufsrecht haben, aber auch Naturschutzverbände und deren Stiftungen», sagte Unternehmenssprecher Uwe Steinhuber einer Agentur.

"Zur Zeit verhandelt die LMBV mit der Gemeinde Lichterfeld im Elbe-Elster-Kreis über den Verkauf des 333 Hektar großen Bergheider Sees im ehemaligen Tagebau Klettwitz-Nord." Am Seeufer zieht bereits jetzt die weltgrößte Abraumförderbrücke F 60 Scharen von Touristenan. Anfang Oktober will auch Bundespräsident Johannes Rau kommen.

"Der größte bisher verkaufte Bergbausee, der 436 Hektar große Cospudener See, ist an die Städte Markkleeberg und Leipzig veräußert worden", berichtete Steinhuber. An seinem Ufer sei der Erlebnispark "Belantis"  entstanden. Auf der Verkaufsliste standen außerdem kleinere Gewässer in ehemaligen Bergbaugruben, darunter der 95 Hektar große Stoßdorfer See im früheren Tagebau Schlabendorf-Nord am Rande des Spreewaldes und der 72 Hektar große Olbersdorfer See in der sächsischen Oberlausitz, wo die Landesgartenschau 1999 stattfand.

Am interessantesten sind aus Sicht der LMBV die großen Bergbauseen mit einer Fläche von 500 bis über 1000 Hektar. Dazu gehören im Lausitzer Revier die Seen bei Greifenhain, Sedlitz, Partwitz, Bluno und Bärwalde. "Wir halten es für günstig, wenn diese Seen an die Länder gehen, weil der Aufwand für die Nachsorge sehr hoch ist", bemerkte Steinhuber. Bisher bestehe die Absicht, zwölf große Seen und Seenverbünde den Ländern Brandenburg und Sachsen anzubieten.

Allerdings zögerten die Länder wegen der angespannten Haushalte mit dem Kauf. "Wir wollen aber die kompletten Seen verkaufen und nicht nur die lukrativen Uferstreifen, weil wir sonst auf den Wasserflächen sitzen bleiben", betonte Steinhuber. Er wies darauf hin, dass die Bergbauseen nicht unter Zeitdruck abgegeben werden müssen, weil es die bundeseigene LMBV noch mindestens bis 2007 gibt.

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