Übergabe von Flächen aus dem ehemaligen Tagebau Meuro an die Stiftung Natur-SchutzFonds Brandenburg

Berlin/Brieske. Die Suche nach neuen Eigentümern für ökologisch wertvolle Flächen, die in der Lage sind, die besonderen Naturschutzbelange auf diesen Flächen zu sichern, ist eine Herausforderung, der sich die LMBV mit stetigem Engagemet widmet.

Rund fünfzehn Prozent der gesamten Flächen der LMBV (anfänglich 96.900 Hektar) werden als naturnahe bzw. Sukzessionsflächen erhalten (mehr Infos dazu unter www.lmbv.de bei Liegenschaften). In Brandenburg besitzt die LMBV, deren Aufgabe neben der sicheren Sanierung auch die Verwertung dieser Flächen ist, gegenwärtig noch rd. 22.600 Hektar. Davon sind zur Zeit rund 11.700 Hektar Abbauland bzw. Betriebsflächen der Tagebaue. Am Ende des Sanierungsprozesses werden rund 5.100 Hektar naturnahe Bereiche, 9.200 Hektar Forstflächen und 6.900 Hektar Wasserflächen entstanden sein.

Zahlreiche Verkäufe ökologisch wertvoller Flächen konnten bislang realisiert werden. Für die LMBV insgesamt sind etwa 7000 Hektar Flächen in die Hände von Naturschützern gegeben, im Sanierungsbereich Brandenburg sind es mehr als 3000 Hektar. Zu den neuen Eigentümern zählt hier u.a. die Sielmann-Stiftung, der NABU Regionalverband Calau oder auch das Land Brandenburg.

Mit dem NaturSchutzFonds Brandenburg erwirbt am heutigen Tag erstmals eine Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Brandenburg Naturschutzflächen der LMBV. Hintergrund des Erwerbs sind erforderliche Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen, einschließlich 56 Hektar Waldersatz, die im Zusammenhang mit dem Bau der Rennstrecke Eurospeedway Lausitz stehen.
Die beiden heute übergebenen Naturschutzflächen "Ilseweiher" und "Westmarkscheide" mit insgesamt 500 Hektar Fläche liegen in dem, im Jahr 1999 ausgekohlten Tagebau Meuro, zwischen Senftenberg und Großräschen/Freienhufen. Aus dem "Tagebaurestloch Meuro" wird der "Ilse-See" entstehen mit attraktiven Uferflächen für die touristische Nutzung bis hin zu sensiblen Schutzgebieten mit wertvollen Biotopstrukturen.

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