Grundwasseranstieg in Bitterfeld: Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet

Bitterfeld - Bergbau, Land und Kommunen wollen künftig bei der Bekämpfung der Grundwasserprobleme im Raum Bitterfeld an einem Strang ziehen. Schon seit längerem bereitet der Wiederanstieg des Grundwassers in der Region erhebliche Sorgen. Betroffen sind etliche Haushalte, deren Keller unter Wasser stehen. Um hier langfristig Abhilfe zu schaffen, wird am 23.01.2003 in Bitterfeld eine Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet. Der Vertrag hat ein Volumen von 37 Millionen Euro. Er wird von den Landesministerien für Wirtschaft und Umwelt, von der Stadt Bitterfeld, der Landesanstalt für Altlastenfreistellung und der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft getragen.
Der Wiederanstieg des Grundwassers ist eine Folge des Bergbaus in der Region. Während der Braunkohleförderung in den umliegenden Tagebauen wurde der Grundwasserspiegel künstlich abgesenkt. Mit der Schließung des Bergbaus und der Flutung der Bergbaufolgelandschaft Goitzsche stellt sich allmählich der natürliche Grundwasserspiegel wieder ein. Hinzu komme, dass die Chemie nicht mehr so viel Wasser abnimmt, wie in früheren Zeiten, hieß es beim Wirtschaftsministerium. Mit dem Ansteigen des Grundwassers wachse zudem die Gefahr, dass verunreinigtes Wasser an die Oberfläche gelangen könnte.

Zurück