Ökologisch wertvolle Flächen in der Bergbaufolgelandschaft nun auch im Internet unter www.lmbv.de

Für 2/3 dieser Flächen liegen bereits Anfragen und Interessensbekundungen vor

Berlin. Rund 10.500 Hektar Bergbaufolgelandschaften der LMBV gelten als ökologisch wertvolle Flächen. Die Schönheit und Eigenart der Bergbaufolgelandschaften in Mitteldeutschland und der Lausitz sind außerhalb von Fachkreisen oft unentdeckt geblieben. Teil dieser Bergbaufolgelandschaften sind Flächen mit einem ausgesprochen hohen Naturschutzpotenzial. Zum Einen sind es Gebiete mit langer ungestörter Entwicklung und zum Anderen Flächen bei deren Gestaltung und Sanierung von Beginn an Anliegen des Naturschutzes gezielt berücksichtigt werden konnten.

Im Internet werden nunmehr insgesamt 30 Gebiete vorgestellt. Ihre Auswahl als ökologisch wertvolle Kerngebiete zur Erreichung von Naturschutzzielen in der Bergbaufolgelandschaft erfolgte in enger Zusammenarbeit der LMBV mit den Umweltministerien und Fachbehörden der Länder Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie dem Bundesamt für Naturschutz.

„Es sind Areale unterschiedlichster Charakteristik, Größe und Bedeutung für den regionalen wie den internationalen Naturschutz als FFH–Gebiete und Rastplätze für wandernde Vogelarten," unterstreicht Pressesprecher Uwe Steinhuber.

Ein Steckbrief mit Karte stellt die einzelnen Gebiete vor. Deutlich wird, dass die LMBV mitunter nicht alleiniger Eigentümer eines ökologisch wertvollen Gebietes ist. Dies wird durch die Angaben zur Flächengröße des Gesamtgebietes und das Eigentum LMBV deutlich. Die weiteren Zahlenangaben beziehen sich dann nur auf das Eigentum der LMBV.

"Der Schutz und die Entwicklung dieser Flächen sind anspruchsvolle langfristige Aufgaben und sollten nicht allein durch die öffentliche Hand geleistet werden. Als Partner dieser ökologisch wertvollen Flächen hat die LMBV bisher gute Erfahrungen mit Verbänden und Stiftungen aber auch naturverständigen Privatpersonen gemacht", betont Steinhuber.

Die digitale Aufstellung soll dazu beitragen, auf das große Naturschutzpotenzial der Bergbaufolgelandschaften aufmerksam zu machen und Interessenten anzusprechen.

Neue Eigentümer für ökologisch wertvolle Flächen der LMBV gesucht

"Die Suche nach neuen Eigentümern für ökologisch wertvolle Flächen, die in der Lage sind, deren besondere Naturschutzbelange zu sichern, ist eine Herausforderung, der sich die LMBV mit großem Engagement widmet", heißt es bei Unternehmenssprecher Uwe Steinhuber. "Die Veräußerung erfolgt zielgerichtet und trägt dem naturschutzfachlichen Aspekt Rechnung. Dies bedeutet, dass neben den üblichen Ausschreibungen auch Verkäufe von Flächen mit schützenswerten Naturpotentialen im Wege einer Direktvergabe möglich sind."

Der Verkauf erfolgt zum Verkehrswert, welcher durch Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Grundstückssachverständigen jeweils aktuell festgestellt wird. Hierbei haben die Aspekte und Parameter des Naturschutzes, wie zum Beispiel Nutzungseinschränkungen aufgrund naturschutzrechtlicher Schutzgebietsausweisungen, unmittelbare Auswirkungen auf den Verkehrswert.

Für Kaufinteressenten empfehlenswert ist die vom Bundesamt für Naturschutz herausgegebene Broschüre mit dem Titel "Erhaltung und Sicherung von Naturschutzflächen in Bergbaufolgelandschaften". Dieses umfassende Handbuch ist der wesentliche Leitfaden, der Erwerbern von schützenwerten Bergbaufolgelandschaften durch die verschiedenen Phasen des Flächenkaufs führt. So sind hier ausführliche Wertermittlungsgrundlagen und -einflussfaktoren bis hin zu Folgekosten, die mit dem Eigentum einhergehen, dargestellt.

Zahlreiche Verkäufe ökologisch wertvoller Flächen konnten bislang realisiert werden. Käufer von Naturschutzflächen sind Naturschutzverbände, Bundes-, Landes- und private Stiftungen, Heimatschutzvereine usw.. Bemerkenswert ist, dass sich auch ökologischen Belangen nahestehende Privatpersonen engagieren und derartige Flächen erwerben.

Von den ca. 60.000 ha Eigentumsfläche, über die die LMBV gegenwärtig verfügt, ist für ca. 10.500 ha ein Verkauf unter Berücksichtigung von Naturschutzaspekten vorgesehen. Für 2/3 dieser Flächen liegen bereits Anfragen und Interessensbekundungen vor. Weitere Erwerbsinteressenten sind herzlich willkommen !

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