Rohrleitungsverbund zur Flutung der Bergbaufolgeseen im Südraum Leipzig fast komplett

Borna. Die insgesamt 73 Kilometer umfassende Flutungsleitung im Südraum Leipzig ist bis auf den letzten Teilabschnitt von einem Kilometer fertiggestellt.

Am 13. April 2002 geht der 7,1 Kilometer lange Bauabschnitt vom Restloch Störmthal zum Sanierungstagbau Witznitz, Restloch Hain/Nord, in Leistungsbetrieb. Die Inbetriebnahmeprüfungen laufen bereits seit einer Woche. Mit der Realisierung dieses Bauabschnittes ist es erstmals möglich, ein Tagebaurestloch über zwei Pumpstationen zu fluten. Neben dem Auslauf Restloch Hain/Süd, der von der Pumpstation Schleenhain mit Sümpfungswasser versorgt wird, wird der neue Auslauf Hain/Nord von der Pumpstation Profen gespeist.

Der fertig gestellte Bauabschnitt führt vom Abzweigbauwerk Störmthal zum ehemaligen Tagebau Witznitz in das Resloch Hain. Er quert das tief eingeschnittene Bett der Gösel, die Strecke der Deutschen Bahn AG Böhlen – Espenhain und die Bundesstraße 95. Der noch fehlende Kilometer des Rohrleitungsverbundsystems ist die Verbindung auf dem Kippendamm zwischen den Restlöchern Hain und Kahnsdorf im Sanierungstagbau Witznitz und wird bis Ende 2002 fertiggestellt. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, das Wasser bedarfs- und qualitätsgerecht zur Flutung und Gewässerkörper-Unterhaltung in die Sanierungstagebaue im Südraum Leipzig einzuleiten.

Gegenwärtig erfolgt die Flutung des Restloches Markkleeberg mit 15 bis 20 m³/min; 2004 wird der Zielwasserstand von + 113 m NN erreicht. Die bisherige Flutungsmenge von ca. 20 m³/min. im Restloch Hain wird nunmehr - durch die neue Zuleitung - verdoppelt. Der Endwasserstand der Witznitzer Seen (Hain/ Kahnsdorf/ Haubitz) von + 126 m NN wird im Jahr 2006 erreicht. 2003 bzw. 2005 beginnen voraussichtlich die Wassereinleitungen in den Restlöchern Störmthal und Zwenkau.

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