Eigene Tarifregelungen für LMBV-Mitarbeiter ab Januar 2003

Berlin. Nach sechs Verhandlungsrunden haben sich Anfang März die Tarifpartner auf ein neues Entgeltsystem für die Beschäftigten in der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) ab 1. Januar 2003 geeinigt. Dieser Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit bis 2007.

Für die dann rund eintausendzweihundert Beschäftigten und Auszubildenden gilt eine von den Braunkohleunternehmen abgekoppelte, vereinfachte Tarifsystematik. Sie folgt dem sich schon vollziehenden inhaltlichen Wandel des Unternehmens weg vom Grubenbetrieb hin zu einer modernen Projektträgergesellschaft. "Das neue Tarifwerk bietet zudem die erforderliche Flexibilität für diesen Prozess", betont Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor Jürgen Wingefeld. Zwei Drittel der LMBV-Mitarbeiter haben Hoch- und Fachschulabschlüsse in technischen Fachrichtungen.

Die bisherige Gewährung eines Kohledeputatbetrages konnte durch die Gewährung vermögenswirksamer Leistungen (VL) in der Höhe von jährlich 475 € ersetzt werden. Alternativ wurde die Möglichkeit der Nutzung der VL zur Altersvorsorge vereinbart. "Bis zu 600 € können durch die Mitarbeiter pro Jahr in eine Altersvorsorgeleistung umgewandelt werden", unterstreicht Geschäftsführer Wingefeld die sozialpolitische Komponente.

Die Tarifpartner Wirtschaftsverband Kohle (WVK) und die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE) konnten sich auf ein Überführungsraster von ehemals zwanzig auf sieben neue Entgeltgruppen einigen. Es ist dabei sichergestellt worden, dass die im Dezember 2002 erreichten individuelle monatlichen Vergütungen auch gleichzeitig das neue Entgelt innerhalb der veränderten Entgeltgruppe ab Januar 2003 darstellen. "Damit konnte einerseits die gewerkschaftlich geforderte Besitzstandswahrung für die Mitarbeiter vereinbart und anderseits gleichzeitig Chancen für eine Flexibilisierung der Arbeit des Projektträgers LMBV eröffnet werden", hebt Jürgen Wingefeld hervor.

Die Arbeitsinhalte der LMBV haben einen endlichen Charakter. Bis Ende 2007 wird das im Bundesbesitz befindliche Unternehmen LMBV die wesentlichen Aufgaben in der Bergbausanierung abgeschlossen und erledigt haben.

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