Gefahren beim Betreten in Sanierung befindlicher Tagebaue

Seit Beginn der Sommerferienzeit werden die durch die Sanierung und Flutung entstehenden Tagebauseen wieder mehr und mehr zum Anziehungspunkt. In diesem Zusammenhang macht die LMBV auf die Gefahren aufmerksam, die beim Betreten von Bereichen, in denen die Sanierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, bestehen. Es handelt sich insbesondere um die Tagebaue Delitzsch-Südwest (Werbeliner See), Breitenfeld (Wolteritzer See), Espenhain (Markkleeberger- und Störmthaler See), Witznitz (Seen Kahnsdorf, Hain und Haubitz), Haselbach und Bockwitz:

1. Im Bereich von Böschungen kann es zu Rutschungen kommen. Hier besteht akute Gefahr für Leben und Gesundheit, denn diese Rutschungen können plötzlich, ohne jegliche Vorankündigung auftreten.

2. Im Zusammenhang mit starken Niederschlägen bilden sich in den unmittelbaren Uferbereichen der entstehenden Tagebauseen Zonen mit Uferschlamm, hier drohen Versackungen (keine Trittsicherheit).

3. Besondere Gefahren bestehen an den Einleitstellen für Flutungswasser, da es hier zu erheblichen Wasserverwirbelungen kommt.

4. Noch vorhandene Tagebaugroßgeräte stellen ebenfalls eine Gefahr dar. Die Geräte stehen auch nach der Einstellung des aktiven Sanierungsbetriebes (Tagebau Espenhain) unter Spannung mit 6- bzw. 30 kV. Ein Betreten der Geräte ist verboten; die Absperrungen und Hinweise im Umfeld sind zu beachten.

Die LMBV warnt deshalb nochmals eindringlich vor dem Betreten der bergbaulichen Flächen und Gewässer. Insbesondere sollten Eltern dabei auf ihre Kinder achten und sie auf die Gefahren hinweisen. Durch Umsicht und vernünftiges Verhalten können alle dazu beitragen, Vorkommnisse oder Unfälle zu vermeiden. Schützen Sie ihr Leben und das ihrer Kinder!

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