Sprengung der Schornsteine des alten Heizkraftwerkes Cottbus erfolgt am 15. Juli 2000

Berlin/Brieske/Cottbus. Im Zuge des Abbruches erfolgt am 15.07.2000 zwischen 10:00 und 10:30 Uhr die Sprengung der beiden Schornsteine des alten Heizkraftwerkes Cottbus. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) ist durch das Land Brandenburg mit der Projektträgerschaft des Abrisses des alten HKW Cottbus beauftragt.

Im Ergebnis des Vergabeverfahrens nach VOB erhielt die Sanierungsgesellschaft Schwarze Pumpe mbH (SSP) den Demontageauftrag. Seitens der SSP wurde die Thüringer Sprenggesellschaft mbH (TSG) als Subauftragnehmer für die Sprengarbeiten gebunden.

Die zwei baugleichen 110 m hohen Stahlbetonschornsteine wurden 1975 errichtet. Ihr Gewicht beträgt je 1296 Tonnen. Um die Schornsteine auf der beräumten Freifläche niederzubringen, ist für die östliche Esse eine sogenannte Sprengfaltung erforderlich, bei der der Schornstein neben der Sprengung in Geländehöhe zusätzlich in ca. 30 m Höhe gesprengt wird. Da die Fallrichtungen der Abschnitte entgegengesetzt sind, ist eine geringeren Aufpralllänge vorgesehen. Der westliche Schornstein kann wegen den örtlichen Gegebenheiten nicht gefaltet werden. Er wird in voller Länge nach Osten hin ausfallen.

Um die entstehenden Aufprallerschütterungen zu mindern, werden die Schornsteine im Zeitabstand von zwei Sekunden gesprengt. Insgesamt kommen bei der Sprengung ca. 40 Kilogramm Sprengstoff, verteilt auf rund 600 Bohrlöcher, zum Einsatz.

Die Sprengung wird durch akustische Signale wie folgt angekündigt:

langer Signalton "Achtung, es wird gesprengt!"
zwei kurze Signaltöne "Achtung, es wird gezündet!" - dann erfolgt Sprengung
drei kurze Signaltöne "Sprengung beendet!"

Die LMBV weist darauf hin, daß vor, während und nach der Sprengarbeiten das Betreten des Geländes des HKW nicht gestattet ist. Erfahrungsgemäß ist die Sprengung von Schornsteinen immer mit einer kurzzeitigen unvermeidbaren Staubbelästigung verbunden. Die LMBV bittet die Anwohner schon vorab um Verständnis und fordert sie auf, ggf. die Aktivitäten im Freien, wie Wäschetrocknung, den Gegebenheiten anzupassen.

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