Für sichere Kippen: Rütteldruckverdichtung am Altdöberner See startet im Februar, Sprengverdichtung geht weiter

Senftenberg: Von der Ortslage Altdöbern aus beginnen ab Februar 2008 zwei Rütteldruckverdichter mit der weiteren Sicherung der Kippenbereiche des ehemaligen Tagebaus Greifenhain, künftiger Altdöberner See. Sie verdichten einen Damm auf einer Länge von ca. 1,6 Kilometern und einer Breite von 80 bis 250 Metern. Insgesamt sind über 11,9 Millionen m³ Kippenmassen zu stabilisieren. Dazu werden die Rüttellanzen über 15.000-mal in die Kippe eindringen. Die Kippenmächtigkeit liegt hier zwischen 40 und 60 Metern. Im Vorfeld ist die Holzung und Beräumung auf einer Fläche von ca. 20 Hektar vorzunehmen. Im Rahmen der Maßnahme sind außerdem rund 680.000 m³ Massen mittels Planiertechnik zu bewegen. Begleitet werden die Arbeiten durch umfangreiche Sondierungen, Nacherkundungen, Schwinggeschwindigkeitsmessungen und Laborprüfungen. Die bis Ende Oktober 2010 laufenden Verdichtungsarbeiten werden dreischichtig (Montag bis Sonnabend) im Auftrag der LMBV von der ARGE Keller Grundbau GmbH/ NSG Sanierungsgesellschaft in der Niederlausitz mbH ausgeführt.

Parallel zu der beginnenden Rütteldruckverdichtung gehen die Sprengverdichtungen in den ortsfernen Kippenabschnitten des Tagebaus Greifenhain weiter. Seit Juli vergangenen Jahres ist hier im Auftrag der LMBV die BUL-Sachsen GmbH aktiv. Bis zum 31.07.2008 sind Kippenböschungen in einer Gesamtlänge von 5,6 Kilometern Länge zu sichern. Dafür sind 2.199 Bohrungen einzubringen. Bei Bohrtiefen bis 45 Metern ergibt das eine Gesamtbohrungslänge von ca. 72.200 laufenden Metern. Die Arbeiten werden Montag bis Freitag in der Tagschicht ausgeführt und durch umfangreiche Untersuchungen begleitet. So finden Schwinggeschwindigkeitsmessungen in den Ortslagen Pritzen, Altdöbern und Göritz statt. Weiterhin werden Drucksondierungen und Laborprüfungen vorgenommen.

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