Komplexe Pumpenlösung vor aufsteigendem Grundwasser für Laugkfeld in Sicht

LMBV lässt Senftenberger Laugkfeld-Gewerbetreibende nicht im Regen stehen

Senftenberg. Rund 40 Senftenberger Gewerbetreibende aus dem Senftenberger Laugkfeld haben heute an einer Informationsveranstaltung der Stadt Senftenberg und der LMBV teilgenommen. Das Laugkfeld, ein ehemaliges aufgekipptes Bergbauareal, war in vorbergbaulichen Zeiten von vielen Gräben zu Entwässerung durchzogen. Nach der Wende hatten sich in Ermangelung freier Gewerbeflächen viele neue Firmen auf dem stadtnahen Laugkfeld an der B 96/B 169 angesiedelt. Mit dem nunmehr aufsteigenden Grundwasser stellen sich dort flurnahe Grundwasserstände ein, die künftig bauliche Anlagen und die Infrastruktur in diesem Gebiet beeinträchtigen könnten.

Die LMBV hat im Auftrag des Bundes und des Landes Brandenburg mehrere Varianten zu einer Sicherung des Gewerbegebietes vor dem aufsteigenden Grundwasser geprüft. Wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der LMBV, Dr. Mahmut Kuyumcu in der Informationsveranstaltung mit Anrainern am Montag betonte, kann nach den nun geführten Untersuchungen und Absprachen „das Gewerbegebiet bestehen bleiben und die dort angesiedelten Unternehmer ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Dazu muss das Grundwasser dauerhaft niedrig gehalten werden. Es gibt noch einen Genehmigungsvorbehalt, jedoch schon heute hat die LMBV belastbare Signale, dass das Vorhaben durch die zuständigen Gremien als genehmigungsfähig betrachtet wird.“

Der LMB-Bereichsleiter Klaus Zschiedrich stellte den Gewerbetreibenden die geplante „komplexe Lösung“ vor, die einen künftig gefahrlosen Weiterbetrieb der Unternehmen sicherstellen wird. Dazu sollen drei Horizontalfilterbrunnen – analog zu einer Lösung in Hoyerswerda - errichtet werden, die das Grundwasser im Gewerbegebiet und angrenzenden Stadtteilen dauerhaft auf 98 Meter NHN halten und das gehobene Wasser in die Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza abgeben werden.

Bis Ende 2008 soll die Genehmigungsplanung, bis 2009 die Ausführungsplanung und Mitte 2010 mit der Realisierung der Wasserabsenkungs-Massnahmen begonnen werden. Die folgenden Baumassnahmen werden dann rund zwölf Monate andauern. Die Kosten für das Vorhaben liegen im mittleren zweistelligen Millionenbereich und werden im Rahmen der sogenannten  §3-Projekte der Bergbausanierung vom Bund, dem Land und der Kommune zu tragen sein. Die LMBV agiert dabei als Projektträger.

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