Geiseltalsee nimmt Konturen an – Größter See Sachsen-Anhalts wächst zusammen - Seefest am 30. August

Leipzig/Mücheln. Der Zusammenfluss der letzten beiden Seeflächen des Geiseltalsees soll gefeiert werden. Voraussichtlich am letzten Augustwochenende wird der Teilbeckenverbund Westfeld, Neumark Nord, Braunsbedra und Südfeld erstmalig eine geschlossene Seefläche bei einer Wasserspiegelhöhe von + 90,25 m NHN erhalten; 8 m wird der Pegel künftig noch ansteigen.

Aus diesem Anlass wird am 30.08.2008 am Geiseltalsee bei Neumark ein Fest stattfinden und auch eine Seenixe gekürt. Bereits seit dem 30. Juni 2003 werden die einzelnen Baufelder des Tagebaukomplexes Mücheln durch die LMBV geflutet. Die Entnahme des Flutungswassers aus der Saale erfolgt aus einer Entnahmestelle bei Leuna/Daspig über eine 17,8 km lange Rohrleitung DN 1400. Die letzte Flutungsetappe zum Geiseltalsee begann mit dem Überheben des Wassers aus dem Teilbecken Braunsbedra in den Bereich Südfeld am 2. August 2006.

Ein druckfähiges Orthofoto vom zusammenwachsenden See können Sie ggf.aus der Fotogalerie im Bereich Service unter http://www.lmbv.de/ downloaden.

Der Geiseltalsee wird  Ende des Jahres 2009 den Pegel von + 95 m NHN und im IV.Quartal  2010 seine Endhöhe von + 98 m NHN erreichen. Er wird als größter See Sachsen-Anhalts ein Wasservolumen von 427 Mio. m³, eine Wasserfläche von 1.842 Hektar und rund 40 Kilometer Uferlänge aufweisen. Die größte Wassertiefe wird 80 Meter betragen.

Noch in diesem Jahr wird der im Osten und Süden des Sees bereits bestehende asphaltierte Wirtschaftsweg erweitert, so dass bei entsprechendem Witterungsverlauf schon zum Jahresende ein umlaufendes Asphalt-band den entstehenden See umspannen wird. Davon ausgenommen sind lediglich die Baustellenbereiche der bis Mitte 2009 zu errichtenden Wasserbauwerke zur Einbindung der Stöbnitz  und der Geisel sowie des Geiselauslaufes bei Frankleben. Umfangreiche Arbeiten werden bis Ende 2009 auch zur Sicherung der zukünftigen Uferbereiche durchgeführt. Die Ufer werden durch das Aufbringen von Wasserbausteinen bzw. durch den Austausch des anstehenden Bodens mit grobkörnigeren Materialien gegen Wind- und Wellenerosion geschützt.

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