Ufersicherungsmaßnahmen am zukünftigen Geiseltalsee laufen noch bis 2009

Leipzig/Braunsbedra. Im Rahmen der Grundsanierung des ehemaligen Tagebaus Mücheln sind in den Jahren 2008 und 2009 noch intensive Sicherungsmaßnahmen gefährdeter Böschungsbereiche innerhalb der Wasserwechselzone des zukünftigen Geiseltal-Seeufers durch die LMBV durchzuführen.

Mit Vorlage des überarbeiteten Wind- und Wellengutachtens konnten die vorlaufend erforderlichen konkreten Planungs- und Projektierungsleistungen bereits Ende 2007 begonnen werden. Aufgrund der vorherrschenden nautischen, hydrogeologischen und geotechnischen Bedingungen wurden entsprechende Sicherungsmaßnahmen ausgewählt. So wird in der Hauptsache mittels Materialaustausch - feinkörniger, schluffiger Boden wird durch kornabgestuften Kies ersetzt - ein Abspülen von Erdmassen durch Wellenschlag verhindert.

Als weitere Methode kommt der Verbau betroffener Uferbereiche mittels Wasserbausteinen zur Anwendung. Der zu sichernde Bereich erstreckt sich in der Regel auf einem Höhenniveau zwischen +96 und +100,5 m NHN. Alle Verbaumaßnahmen stehen in unmittelbarer Abhängigkeit vom fortschreitenden Wasseranstieg im Restsee. Daher ist Eile geboten.

Die Umsetzung der Arbeiten im nördlichen Bereich des Geiseltalsees zwischen Stöbnitz und Neumark-Nord erfolgt bereits seit September 2008 und soll voraussichtlich bis Ende April 2009 abgeschlossen werden. Ab Mai 2009 werden dann alle weiteren zu sichernden Böschungsabschnitte zwischen Frankleben, Braunsbedra und Mücheln in Angriff genommen. Zeitgleich ist mit einem verstärkten LKW-Aufkommen auf den Zufahrtsstraßen der betroffenen Bereiche am Geiseltalsee zu rechnen, wofür die LMBV um das Verständnis der Anwohner bittet. Die LMBV ist im Rahmen der technologischen Möglichkeiten bemüht, Beeinträchtigungen betroffener Anwohner in Seenähe weitestgehend auszuschließen. Eine Abstimmung mit dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung Braunsbedra ist erfolgt.

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