Wasser wird über Gräben abfließen – Hoyerswerdaer Tageblatt berichtet über Lösungen der LMBV für Litschen und Friedersdorf

Seit Wochen wird in der Gemeinde Lohsa daran gearbeitet, drei Orte vor dem aufsteigenden Grundwasser zu schützen.“ In Projektträgerschaft der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) werden hier zurzeit allerdings keine Häuser angehoben oder Keller verfüllt wie in der Gemeinde Spreetal, sondern man lässt mit Geldern aus dem Bergbauverwaltungsabkommen alte Grabensysteme wieder herstellen, leistungsfähiger gestalten, berichtet der Leitende Redakteur Uwe Schulz im Hoyerswerdaer Tageblatt am 27.12.2008. Im Bereich Litschen steht das Grundwasser bereits an seinem maximalen Stand an. „Hier gibt es jetzt nur noch jahreszeitlich bedingte Schwankungen“, wusste der zuständige LMBV-Projektmanager Jürgen Nagel gegenüber der Tageszeitung aus den Ergebnissen des Grundwassermonitorings. Die vorhandenen Grabensysteme sollen hier für die Ableitung von Oberflächenwasser und des flurnahen Grundwassers ausreichen.

Im Text hieß es weiter: „Was nicht mehr den Erfordernissen entsprach, das waren fünf Durchlässe im Bereich des Schlossteichgrabens und am Neuhof. Die befanden sich entweder in einem baulich schlechten Zustand oder waren komplett zugesetzt“, erklärte Nagel. Die Durchlässe wurden in Absprache mit der Verwaltung des Biosphärenreservates von der Firma Tiefbau Otto erneuert. Holzungen im Bereich der Gräben erfolgten nur unmittelbar vor und hinter den Durchlässen. Der Rest der Gräben soll so baumbestanden bleiben, wie er ist. Bis zum 15. Dezember sollen die Arbeiten erledigt sein.

Das gilt auch für die Firma Nadebor, die bei Friedersdorf tätig ist. Hier wurden vor allem im Bereich zwischen Alt-Friedersdorf und Friedersdorf Gräben auf über 4.700 Metern Länge nachprofiliert. Das betraf vor allem den Friedersdorfer Dorfbach, aber auch benachbarte Gräben, die dazu beitragen, dass flurnahes Grundwasser Richtung Silbersee abgeleitet wird. An den Gräben wurden Holzungen vorgenommen, erfolgte eine Grundräumung, bei der auch jede Menge Müll aus den Wasserläufen geholt wurde, darunter alte Reifen. Einige Böschungsabschnitte werden jetzt noch mit speziellen Matten und Gewässerbausteinen stabilisiert.“

Die Driewitzer werden sich allerdings noch etwas gedulden müssen, ehe auch bei ihnen die Vorflut an die Erfordernisse der Neuzeit angepasst wird. „Die Planung wird jetzt an ein Ingenieurbüro vergeben“, sagte Jürgen Nagel. Wenn hier gebaggert wird, geht es nur noch um den Schutz der Ortslage, nicht um die Entwässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen. „Wir werden im kleinstmöglichen Umfang bauen“, sagte Jürgen Nagel. Wie groß der sein wird, wisse man erst nach den Planungen. Denn die LMBV übernimmt nur jene Maßnahmen, die mit Erneuerungen und Nachprofilierungen zu tun haben. Gewässerabschnitte, die lediglich im Rahmen der Unterhaltung gepflegt werden müssten, wird sie nicht bearbeiten. Das bleibt in Zuständigkeit der Gemeinde, zitiert das Tageblatt.

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