Start der Baugrundverdichtung für das SeeCampus Schwarzheide erfolgt - Statement von Manfred Kolba

Manfred Kolba sagte anläßlich des Starts der Baugrundverdichtung für dasSeeCampus Schwarzheide:

"Sehr geehrter Herr Staatssekretär Bretschneider, sehr geehrte Frau Dezernentin Klug (i. V. Landrat Dürrschmidt), sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Mühlpforte, sehr geehrter Herr Bürgermeister Schmidt, sehr geehrte Damen und Herren, 

ich darf Sie heute hier zum Start einer ganz  besonderen Sanierungsmaßnahme sehr herzlich  begrüßen.  Die Sanierung der LMBV schafft seit fast eineinhalb Jahrzehnten die Voraussetzungen für den  Strukturwandel in der Lausitz.  Wir werden noch einige Jahre benötigen, bis das  Lausitzer Seenland seine endgültige Form und Größe  erreicht hat, bis alle Kanäle nutzbar sind. Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck betonte anlässlich des ersten Spatenstiches  für den Überleiter 12 vom Geierswalder zum  Senftenberger See, dass die Nutznießer der  Entwicklung vor allem die Kinder sein werden.  Für sie wird die sanierte Landschaft  Erwerbsgrundlage und Erholungsort sein. 

Was wir heute hier beginnen, kommt sehr direkt und  bald der jungen Generation zu Gute.  Lassen Sie mich kurz auf die Geschichte des Ortes eingehen, an dem wir uns heute befinden.  Wir stehen unmittelbar am Südteich, dem ehemaligen  Restloch 29.   Dieses ist, ebenso wie das benachbarte Restloch 28, der Ferdinandsteich, ein Relikt des Braunkohlenbergbaus.  Ab 1897 wurde hier im Tagebau Ferdinand Kohle  gefördert. Als 1938 im Westfeld die Förderung  zu Ende ging, wurde das Ostfeld erschlossen und bis  1945 weiter geführt. Die Kohle dieser Tagebaue wurde in der Brikettfabrik  Ferdinand, später Brikettfabrik 68 genannt, zu  Briketts gepresst.  Diese Brikettfabrik war noch lange nach den  Tagebauen bis 1975 in Betrieb.  Wir befinden uns heute auf dem Gelände dieser  Fabrik.  Bevor der erste Spatenstich zum Bau des „SeeCampus Niederlausitz“ in die Erde gebracht  werden kann, stehen wir vor der Aufgabe die  geotechnischen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Im Rahmen des Vierten Verwaltungsabkommens  erfolgt die Finanzierung der vorgenannten Leistungen  durch den Bund und das Land Brandenburg. Sie beinhaltet die Rechtsverantwortung der LMBV  ebenso, wie die Beauftragung durch das Land für die  Durchführung der infrastrukturellen Maßnahme. Namentlich möchte ich mich an dieser Stelle bei Herrn Weymanns von der Gemeinsamen  Landesplanungsabteilung, Referat GL 6, für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Wie Sie wissen, besteht die Hauptaufgabe der LMBV darin, Flächen des ehemaligen DDR-Bergbaus gemäß Bundesberggesetz so zu sanieren, dass eine gefährdungsfreie Nachnutzung möglich ist.  Für diese Kippenfläche bedeute dass, den Baugrund  entsprechend der vorgesehenen späteren Nutzung  bodenmechanisch zu sichern.  Als Verfahren kommen dafür der Bodenaustausch,  die Fallgewichtsverdichtung und die Rüttel- stopfverdichtung zum Einsatz. Für den Parkplatz und den Vorplatz des künftigen SeeCampus werden wir einen Austausch der oberen  zwei Meter des Untergrundes vornehmen. Die Fläche des künftigen Sportplatzes wird mittels Fallgewichtsverdichtung gesichert. Hierbei wird ein Gewicht von ca. 20 Tonnen aus ca. 15 Metern Höhe fallengelassen. Die Verdichtung wirkt bei dieser Methode bis in sechs  bis sieben Meter Tiefe.

Die Sicherung der Flächen für den zu errichtenden SeeCampus erfolgt mittels Rüttelstopfverdichtung. Hierbei wird die Lanze bis in rund 9 Meter Tiefe  eingelassen und das Rüttelloch während des  Herausziehens der Lanze mit einer Schottersäule  verpresst. Damit wird die notwendige Dichte des Untergrundes  gewährleistet. Über das Endplanum der Rüttelstopfverdichtung wird ein 20 mächtiges Polster aus verdichtungsfähigem Material mit einer eingebetteten Geogitterlage eingebaut.  Die Arbeiten werden durch die Sanierungsgesellschaft Lauchhammer ausgeführt und bis 30. Juni 2009 abgeschlossen.  Damit sind dann die Voraussetzungen gegeben, im  zweiten Halbjahr 2009 mit den eigentlichen  Bauarbeiten beginnen zu können.  Ich möchte aber dem Landratsamt als Bauherrin nicht vorgreifen. 

Der SeeCampus ist für uns ein wichtiges Zukunftsprojekt im Strukturwandel der Region. Wir freuen uns als LMBV buchstäblich, die Grundlagen dafür zu schaffen. Ich wünsche allen Beteiligten ein gutes Gelingen bei  dieser anspruchsvollen Aufgabe. Glück Auf !"

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