Sicherung des Restloches Heye 1 in der Ortslage Annahütte der Gemeinde Schipkau kommt voran

Senftenberg/Annahütte. Bei einem Vorort-Termin in Annahütte informierte kürzlich LMBV-Projektmanager Hartmut Rebol den Schipkauer Bürgermeister Prietzel und Ortsvorsteher Horst Pawlik über den Fortgang der Sanierung der Böschungsbereiche und des Umfeldes  der Restlöcher Heye 1, 2, 3 und 5. Der unweit einer historischen Villa der F.C.Th. Heye Braunkohlenwerke in der Ortslage Annahütte der Gemeinde Schipkau gelegene Bahnhofsteich, das Restloch 1 der Tagebaue Heye, hat eine neue Kontur erhalten. Erneut ist damit eine potenzielle Gefahrenstelle im Gebiet der ehemaligen Braunkohlegruben um Annahütte-Poley entschärft.

Der rund zwei Quadratkilometer große Restlochkomplex entwickelt sich Schritt für Schritt zur grünen Freizeit-Oase, die das Wohnen in Annahütte weiter aufwertet. Am Bahnhofsteich wurde eine steile und standunsichere Böschung abgeflacht und ein schlammiger Bereich abgedeckt. Mit dem aufsteigenden Grundwasser bestand die Gefahr, dass die vorhandene trockene Kippe durchfeuchtet wird. Diese Massen könnten ins Rutschen kommen, erklärte Projektmanager Rebol die Lage am Bahnhofsteich vor der Sanierung. Der Bahnhofsteich musste großflächig mit Geotextil ausgelegt werden. Darauf kamen zur Befestigung verschiedene Schichten Kies. Die obere Schicht ist zusätzlich mit einer Stubbenhecke belegt worden, die auch vor unbefugtem Befahren schützen soll.

Auch die Sanierung des danebengelegenen Silbersees geht in den kommenden Monaten in die abschließende Phase. Nördlich vom Bahnhofsteich eröffnet die LMBV demnächst eine zweite große Baustelle am Nordufer des Silbersees. Die Arbeiten mussten dort bisher aus Naturschutzgründen ruhen, damit z. B. Vögel im Schilfgürtel in Ruhe brüten konnten. Mit Erlaubnis der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises OSL kommt in diesem Bereich ein spezieller Langarmbagger zum Einsatz. Im Böschungsbereich trägt er rutschungsgefährdeten Schlamm ab und bringt ein Mineralgemisch und eine Kiesschicht zum Verfestigen ein. Von der Ufersicherung profitieren später auch die Nutzer der 63 Bungalows am Annahütter Silbersee, die dann wieder gefahrlos in die Fluten springen können. Projektmanager Rebol geht davon aus, dass spätestens zum Saisonbeginn 2012 auch dieser Abschnitt fertig saniert und nutzbar ist.

Mit dem Bahnhofsteich und dem Nordufer des Silbersees geht die 20-jährige Sanierungstätigkeit in und um Annahütte zu Ende. Angefangen mit dem Abbruch des alten Glaswerkes sind gewaltige Veränderungen vollzogen worden. Im Vordergrund stand lange die Sanierung des Restloches 4. Ortsvorsteher Horst Pawlik lobte beim Vorort-Termin das Ergebnis der LMBV: Die Gefahrenstellen sind damit beseitigt, Annahütte kann sich wieder sehen lassen. Auch Bürgermeister Prietzel zeigte sich zufrieden, dass im näheren Umfeld der im Ausbau befindlichen Seniorenresidenz Annahütte die Bergbausanierung neue positive Impulse für den weiteren Aufschwung im Ort gegeben hat.

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