Verdichter hat Arbeit an Ostböschung des Silbersees im Auftrag des Sächsischen Oberbergamtes wieder aufgenommen

Senftenberg/Lohsa. Die bergtechnische Sicherung der Ostböschung des Silbersees im Auftrag des Sächsischen Oberbergamtes (SOBA) wurde am 18.08.2011 nach zweimonatiger Unterbrechung durch die Projektträgerin LMBV und die von ihr gebundene Firma wieder aufgenommen und die Verdichtungsarbeiten fortgesetzt. Seit jenem Tag arbeitet das südlichste der drei Rüttelstopf-Geräte wieder und bringt Stopfsäulen in  die Uferböschung ein. Der nördliche Seilbagger mit Rüttlerstopfanlage wird voraussichtlich nach Abschluss von vorgelagerten Erdtransporten ab dem 30. August 2011 wieder aktiv einsetzen.

Die Arbeiten waren vorübergehend nach einem Ausfliesen von mehr als 50.000 Kubikmeter Erdmassen am 24. Juni 2011 eingestellt worden, welches während der Verdichtungsarbeiten mit dem mittleren Rüttelstopfgerät ausgelöst worden war. Die Sanierungsarbeiten ruhten allerdings nicht nur wegen der abgegangen Massen. Auch der für die Arbeiten notwendige niedrige Wasserstand im Silbersee war u. a. regenbedingt über die für die Sanierung zulässige Marke von 122 m NHN gestiegen und musste mehrere Tage lang durch die LTV abgesenkt werden. Im mittleren Bereich können nach behördlicher Bestätigung der von der LMBV und Sachverständigen vorgelegten Technologie die Arbeiten in angepasster Form fortgesetzt werden. Dazu müssen im ersten Schritt  der Seilbagger zum Greifen umgerüstet, Teile der weggerutschten Erdmassen durch 10.000 Kubikmeter Grobkies ersetzt werden, die dann von sicherem Boden aus noch scheibenweise verdichtet werden. Anschließend folgen weitere Auffüllungen und Verdichtungen. Der übergeordnete Sicherheitsaspekt für die vor Ort eingesetzten Mitarbeiter steht dabei immer im Vordergrund.

Bei dem Silbersee handelt es sich um ein Altgewässer, für das die LMBV nicht bergrechtlich verantwortlich ist und als Projektträgerin für das Sächsische Oberbergamt agiert. Der Silbersee wurde im Zuge des Tagebaus Werminghoff II 1933 aufgeschlossen, war 1960 ausgekohlt und wurde von 1971 bis 1972 als Speicher vorbereitet und danach von der Wasserwirtschaft in Betrieb genommen. Das SOBA hatte mit einer Allgemeinverfügung vom 28. März 2011 über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr im Bereich des Speichers Lohsa I, wozu der Silbersee und das Restloch Mortka gehören, informiert. Die Gewährleistung der geotechnischen Sicherheit der Ostböschung des Silbersees einschließlich der Gleisanlagen des Bahnhofs Lohsa kann entsprechend dieser Allgemeinverfügung nur durch Tiefenverdichtung der locker gelagerten Kippe, insbesondere durch Rüttel- und Rüttelstopfverfahren mit einer nach statischen Kriterien ermittelten Breite hergestellt werden. Die Nutzung des Gewässers ist in dieser Zeit stark eingeschränkt.

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