Foto-Termin: Hubschrauber hilft beim Einschwimmen von Leitungen für neues GSD-Verfahren zur Neutralisation eines Bergbaufolgesees

Senftenberg/Hoyerswerda. Ein Hubschraubereinsatz am Restloch Scheibe zum Einsatz von Sandsackankern im künftigen Scheibe See im Rahmen eines  LMBV-Pilotprojekts mit der GMB soll am Dienstag, 06.09.2011, ab 14:00 Uhr neben einer neuen Neutralisationsanlage startend stattfinden, sofern die Witterung dies zulässt. Der Aufbau der Anlage am südöstlichen Ufer des Scheibe Sees hat bereits begonnen. Treffpunkt für den Foto-Termin am Dienstag ab 14:00 Uhr ist der südwestlichste Abzweig von der S 108 (Kühnichter Str.) aus Richtung Hoyerswerda am Rundweg/Sperrbalken.

Ziel dieses neuartigen LMBV-Vorhabens ist die Initialneutralisation, also die Anhebung des pH-Wertes des Scheibe Sees in den Neutralbereich. Diese Neutralisation hat wie der Einsatz von sogenannten „Bekalkungsschiffen“ zurzeit noch keine ausreichende Langzeitwirkung, so dass ca. ein Jahr nach der Initialneutralisation voraussichtlich eine Nachbehandlung notwendig sein wird. Ob und wie die Nachbehandlung durchgeführt wird, ist derzeit noch offen.

Auftragnehmerin der LMBV für die neuartige Anlage ist die Firma GMB, welche zusammen mit der Fels-Werke GmbH das GSD-Verfahren als Schutzrecht DE 10 2008 044 019 A1 angemeldet haben. Errichtet wird die Anlage von der Firma Harbauer GmbH. Ansprechpartner der GMB-Geschäftsleitung vor Ort ist Dr. Michael Strzodka.

Im Rahmen des geplanten Pilotprojektes soll die Eignung des GSD-Verfahrens - dies steht für Getauchte Schwimmleitungen mit Düsen - zum Eintrag von Kalksuspensionen zur Neutralisation des Bergbaufolgesees Scheibe im großtechnischen Maßstab nachgewiesen werden. Grundprinzip dieses In-Lake-Verfahrens ist die Herstellung einer Kalk-Suspension und deren Einbringen und Verteilen über Freistrahlen. Zur Verteilung des an Land als Suspension hergestellten Neutralisationsmittels soll die Technik des „Freistrahls“ genutzt werden. Dabei wird durch einen mit hoher Geschwindigkeit unter dem Wasserspiegel austretenden Strahl eine hohe Turbulenz im Wasserkörper erzeugt, die sich mit zunehmender Entfernung von der Austrittsstelle reduziert.

Sie bewirkt eine breit gefächerte Einmischung des Neutralisationsmittels, wobei infolge der Strahlrichtung sowie der höheren Dichte der Suspension eine auch die tieferen Bereiche erfassende Durchmischung erreicht wird. Für die Verteilung im ganzen Seewasserkörper wird die jährlich wiederkehrende Herbstzirkulation genutzt, bei der sich der ganze Seewasserkörper mehrmals komplett durchmischt. Die Anlage besteht aus einem Anlagenteil an Land und einem ebenfalls ortsfesten schwimmenden Teil der Anlage auf dem Wasser.

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