Im Schulterschluss erfolgreich für das Revier - Mitteldeutsche Bergleute und Sanierer ziehen positive Bilanz für 2011

Halle/Amsdorf/Theißen/Senftenberg. Bereits zum 22. Mal kommen Angehörige des mitteldeutschen Braunkohlen- und Sanierungsbergbaus mit zahlreichen Gästen zusammen, um die geleistete Arbeit der Bergleute zu würdigen und gemeinsam ihre Schutzpatronin, die Heilige Barbara, zu ehren. Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft begehen gemeinsam mit den Bergleuten der Unternehmen LMBV, MIBRAG und ROMONTA auf dem Messegelände in Halle den St. Barbaratag. Den Festvortrag wird in diesem Jahr der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, halten.

Im Mittelpunkt der feierlichen Veranstaltung stehen der gemeinsame Revierbericht sowie der Rückblick aus der Sicht der Arbeitnehmer, mit dem die drei Bergbauunternehmen eine Bilanz über das im laufenden Jahr Erreichte ablegen werden. Im Anschluss an die Festrede des Ministerpräsidenten erfolgt dann die Ernennung der Ehrenbergleute. Außerdem werden die Bergleute und ihre Gäste traditionsgemäß den Segen der Heiligen Barbara für das kommende Jahr 2012 erbitten.

LMBV: Anspruchsvolle Sanierungsvorhaben erfolgreich fortgesetzt

Alle drei Unternehmen, die zusammen mehr als 3.500 Mitarbeiter beschäftigen, blicken positiv auf das zu Ende gehende Jahr 2011 zurück. Ein sehr anspruchsvolles Jahr hat die LMBV hinter sich, in dem neben der Bewältigung neuer strategischer Herausforderungen vielfältige Sanierungsvorhaben erfolgreich fortgesetzt wurden. Insgesamt 115 Millionen Euro wurden zu diesem Zweck investiert, gut 35 Millionen Euro davon allein in Mitteldeutschland.
Durch zielgerichtete Flutungen von Bergbaufolgeseen konnte die LMBV in 2011 das Wasserdefizit im Lausitzer und Mitteldeutschen Revier von ursprünglich zwölf auf knapp 4,1 Milliarden Kubikmeter verringern. Für beide Reviere erhielt das Unternehmen außerdem weitere Planfeststellungsbeschlüsse und wasserrechtlichen Genehmigungen zur Durchführung von geplanten Sanierungsarbeiten.

Weitere Schwerpunkte bildeten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr im Zusammenhang mit dem Grundwasseranstieg. Die Untersuchungen zur Ursachenermittlung des Böschungsunglücks von Nachterstedt wurden mit hoher Intensität und Einsatz modernster Technik weitergeführt. Abgeschlossen hat die LMBV 2011 unter anderem die Arbeiten an der Kirche VINETA und am Bergbau-Technik-Park. Außerdem konnte mit Fertigstellung der Schleuse am Connewitzer Pleißenwehr die erste gewässertouristische Verbindung zwischen Leipzigs Innenstadt und dem Cospudener See eröffnet werden.

MIBRAG: Milliarden-Investitionen in Zukunftstechnologie Braunkohle

Auch die MIBRAG verzeichnet in der Rückschau ein sehr erfolgreiches Jahr, in dem trotz vorübergehender Revisions- und Reparaturstillstände in den großen Kundenkraftwerken der Rohkohleabsatz insgesamt stabil gehalten werden konnte. Investitionsvorhaben wie die Arbeiten für den schrittweisen Übergang in das Abbaufeld Peres des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain verzeichneten sichtbare Fortschritte.

Für Aufmerksamkeit auch über die Grenzen des Reviers hinweg sorgte die MIBRAG Mitte Oktober mit ihrer öffentlichen Ankündigung, die Pläne für ein neues Braunkohlekraftwerk am Tagebaustandort Profen zu konkretisieren. Im Einklang mit der Hohenmölsener Erklärung plant das Unternehmen, dort eine hochmoderne Anlage zu errichten, die als Beispiel für flexible Braunkohlekraftwerke mit verbesserter Umwelt- und Klimabilanz gilt. Die MIBRAG wird im Dezember die ersten Schritte im Genehmigungsprozess für die Anlage machen, in die 1,3 Milliarden Euro investiert werden sollen.

Darüber hinaus ist die MIBRAG 2011 nach achtjähriger Pause wieder in die Briketterzeugung eingestiegen. Vom Produktionsstandort Deuben werden in diesem Jahr ca. 40.000 Tonnen an den Vertragspartner Rheinbraun Brennstoff GmbH ausgeliefert. Seit gut einem Jahr betreibt die MIBRAG drei Windenergieanlagen am Rande des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain. Das schon heute praktizierte konstruktive Miteinander fossiler und erneuerbarer Energieerzeugung steht zugleich für die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens.

ROMONTA: Marktführerschaft am Weltmarkt gefestigt

Die ROMONTA GmbH belieferte im zu Ende gehenden Jahr mehr als 60 Staaten mit etwa 27.000 Tonnen Wachsprodukten und konnte damit ihre Position als weltweit führender Produzent von Rohmontanwachs festigen. Die Jahresfördermenge an Rohkohle beläuft sich 2011 trotz widriger Witterungsbedingungen zu Beginn des Jahres und enormer Niederschlagsmengen im Frühsommer auf etwa 450.000 Tonnen. Bewegt wurden dazu am Tagebaustandort Amsdorf ca. 4,1 Millionen Kubikmeter Abraum.
Im Jahr 2011 investierte ROMONTA unter anderem in eine neue Ausrüstung zur Reduzierung der Oberflächenfeuchte der Rohkohle und konnte damit zugleich den Kohledurchsatz im Extraktionsprozess weiter verbessern. Die ROMONTA-Tochter Wertstoffaufbereitungs GmbH Edersleben erweiterte im laufenden Jahr ihre Betriebsstätte in Etzdorf, wo gegenwärtig auch eine moderne Biogasanlage entsteht. Zudem ist eine weitere Photovoltaik-Anlage in Planung.

In wenigen Monaten wird das Unternehmen, das 400 Mitarbeiter beschäftigt, sein 90jähriges Betriebsjubiläum feiern. ROMONTA versteht sich dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Kohleveredelung als eine der „Keimzellen“ des ibi-Netzwerkes. Das Unternehmen entwickelt im Rahmen des Forschungsnetzwerkes Extraktionstechnologien für die Zukunft und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur sicheren Rohstoffversorgung für nachfolgende Generationen.

Halle, 02.12.2011 - Gemeinsame Presseinformation zum 22. Barbaratag am 2. Dezember 2011 in Halle


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