Besonderes Fund-Brikett stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1912 und vermutlich aus der Brikettfabrik Brieske

Senftenberg. Ein kundiger Leser der Lokalzeitung meldete sich zu dem Ende 2011 angetroffenen LMBV-Fundstück aus dem trocken gelegten Elsterabschnitt.

Jörg Tscharke meint, dass der Halbstein vermutlich aus der Brikettfabrik Brieske I/II stammt. Sie war seinen Recherchen nach die erste und größte Brikettfabrik der Ilse Bergbau AG. Eindeutige Hinweise auf den Herstellungsort entnimmt  Tscharke der Brikettform und der Schriftart, da jede Brikettfabrik ihren eigenen Pressenstempel besaß. Sie wiesen oft dieselben Merkmale auf, da sie jede Brikettfabrik selbst herstellte.

Der gefundene Stein hat sehr viele Besonderheiten in der Schrift, die auf ein Fabrikat aus Brieske hinweisen. Als Vergleich zieht Tscharke einen anderen erhaltenen Vollstein der Ilse Bergbau AG von 1912 heran. Dieser Vollstein ist von der Schriftform her mit dem Halbstein zu etwa 98 Prozent identisch. Selbst die kleine Längenabweichung des „l“ im Wort Ilse über die untere Standfläche des Wortes hinaus ist die gleiche wie auf dem Halbstein. Ein weiterer Punkt ist das E. Es passt genau in diesen Zeitraum, da frühere oder spätere Pressenstempel aus Brieske ein anderes Schriftbild, speziell beim E aufweisen.

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