GLÜCK AUF! Neue Landschaften nach der Kohle

In einem atemberaubenden Tempo werden aus Bergbauwüsten attraktive Seenlandschaften. Ein „maritimes Klima“ wird entstehen: Heidestädte werden zu Hafenstädten, aus Bergleuten werden Tauchlehrer. In nur einem Jahrzehnt wurde zwischen Harz und Zittau, zwischen der Oder und der Saale in ehemaligen Braunkohlerevieren um Leipzig, Bitterfeld und Merseburg sowie in der Lausitz eine Seenlandschaft mit einer Ausdehnung von 280 km x 80 km neu gestaltet.

Die Ferropolis GmbH und der Steuerungs- und Budgetausschuss für Braunkohlesanierung (StuBA) eröffnen am 3. Juli 2005 die Wanderausstellung „Glück Auf! Neue Landschaften nach der Kohle“ in Ferropolis. Thema der Ausstellung sind die gewaltigen Umwandlungsprozesse, die sich seit der Braunkohleära in der Region vollziehen.

Gelenkt wird dieser Prozess durch den StuBA. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) hat den gigantischen Umbau organisiert und vollzogen.

„Die Tagebaue werden sicher und nutzbar gemacht, und sie werden gestaltet. Dabei steht zuallererst die Stabilisierung der ausgebeuteten Landschaften im Mittelpunkt - die Böschungen der Tagebaurestlöcher müssen in einem Winkel von zehn Prozent Neigung künstlich befestigt werden, um gefährliche Rutschungen zu vermeiden“ so Dr. Friedrich von Bismarck, Geschäftsführer des StuBA. Der Bund und die Länder Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie Thüringen haben dieses einmalige Programm bisher mit 7,5 Mrd. € finanziert.

In sechs schräg gestellten Containern wird anschaulich der Prozess der Sanierung dargestellt, dessen markantestes Zeichen die Abflachung der steilen Böschungen ist, wie sie der Tagebaubetrieb hinterlassen hat. Dies stellt das Motiv für die Ausstellung dar. „Die Ausstellungscontainer werden schräg aufgestellt - damit erlebt der Besucher beim Begehen die Schräge und erhält einen Eindruck vom Thema Sanierungstagebau“ berichtet der Architekt Martin Janekovic. Riesige Panoramatafeln verdeutlichen diese Prozesse, spektakuläre Videoaufnahmen zeigen mögliche Gefahren und eine überdimensionale Karte lässt die Ausmaße der neu entstehenden Seenlandschaft bildhaft werden.

Durch den Menschen verwandelte sich diese Landschaft in wenigen Generationen in eine Bergbaulandschaft. Die Wasserfläche der Bundesrepublik vergrößert sich um ein Viertel - ein seit den Eiszeiten einmaliger Vorgang.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und wird bis Ende August in Ferropolis zu sehen sein. Danach präsentiert die Wirtschaftsförderung Leipziger Land GmbH die Ausstellung auf dem Gelände des Vergnügungsparks „BELANTIS“. Im Juli 2006 wandert die die Ausstellung voraussichtlich in die Lausitz und wird dort im Rahmen der IBA „Fürst Pückler-Land“ gezeigt.

Pressekontakt

Isa Feller, Ferropolis GmbH
Tel.: 03 49 53-3 51 25
Fax: 03 49 53-3 51 23
Email: event@ferropolis.de

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06773 Gräfenhainichen

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