Sanierung mit Sprengverdichtung in der Tornoer Niederung

Senftenberg: Die Innenkippe des ehemaligen Tagebaus Schlabendorf-Nord bildet heute die „Tornoer Niederung“ zwischen Zinnitz und Großbeuchow. Die Randbereiche der Niederung sind wegen des ansteigenden Grundwassers setzungsfließgefährdet. Da Setzungsfließrutschungen in sehr kurzer Zeit und ohne Vorankündigung ablaufen, besteht in den gefährdeten Bereichen akute Lebensgefahr. Die LMBV macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass das Betreten der gefährdeten Bereiche in der Tornoer Niederung deshalb untersagt ist. Diese Bereiche sind abgesperrt und ausgeschildert.

Zur Beseitigung der Gefährdung werden in der LMBV verschiedene Verdichtungsverfahren eingesetzt. In den Randbereichen der Tornoer Niederung kommt überwiegend die Sprengverdichtung zum Einsatz. Die Sprengverdichtung (SPV) ist ein Verdichtungsverfahren, bei dem in mit Stützflüssigkeit gefüllten Bohrlöchern über die Teufe verteilte und vorgegebene Sprengladungen eingebaut und systematisch gezündet werden. Die SPV eignet sich besonders zur Verdichtung von Kippenböden mit einem Feinkornanteil von < 20%, einer hohen Wassersättigung (unterhalb des Grundwasserspiegels) und bereits bestehender Setzungsfließgefahr.

Die Sanierungsarbeiten werden im Auftrag der LMBV von der Sanierungsgesellschaft BUL-Sachsen ausgeführt. Der Abschluss der Verdichtung ist Ende 2005 geplant.

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