Sanierer stellen Großgeräteeinsatz zur Abraumbewegung ein

Abschluss des Zugbetriebes im Tagebau Klettwitz

Berlin/Klettwitz. Am 17. August 2004 um 14:00 Uhr wird der letzte Abraumzugwagen im Tagebau Klettwitz von einem Großgerät beladen. Mit dem Abschluss der Schließung des nördlichen Randschlauches im Bereich der Tagebaufelder Lauchhammer geht in diesen Tagen eine weitere Sanierungsmaßnahme, bei der Tagebaugroßgeräte zum Einsatz kamen, zu Ende.

In diesem Sanierungsprojekt waren in den zurückliegenden Jahren ein Eimerkettenbagger vom Typ ERs 710 - 350 zur Massengewinnung und ein Absetzer mit der Bezeichnung AS 1600 - 1096 zur Verkippung eingesetzt. Der Massentransport zwischen den Geräten erfolgte auf dem Gleis mit Abraumzugeinheiten. Die durchschnittlich 78 zweischichtig eingesetzten Sanierungsbergleute bewegten in dieser Zeit rund 20 Millionen Tonnen Abraum zur wasserfernen Schließung von Tieflagen.

Manfred Kolba, Leiter des LMBV-Sanierungsbereiches Brandenburg betont in diesem Zusammenhang, „dass mit dem Ende der Abraumbewegung im Zugbetrieb eine der entscheidenden Etappen zur geotechnischen Sicherung des Tagebaufeldes Klettwitz abgeschlossen wird. Dies ist ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der voranschreitenden Braunkohlesanierung im Land Brandenburg.“ In den folgenden Jahren werden Rekultivierungsleistungen und die Gestaltung der Vorflut mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Zur grundwasserfernen Schließung von Tieflagen werden weitere Abraummassen von ca. 2 Mio. m³ mit mobiler Erdbautechnik bewegt werden. Weitere Sicherungs- und Verdichtungsarbeiten werden in den Tagebaufeldern Lauchhammer bis 2007 und darüber hinaus notwendigerweise weitergeführt werden.

Wir laden Sie als Medienvertreter ein, den Abschluss dieser Sanierungsetappe mit uns gemeinsam zu verfolgen. Bitte nutzen Sie ggf. den Parkplatz am Stellwerk 56 unweit der Ortschaft Poley (Landkreis OSL). Die Zufahrt können Sie der beiliegenden Anfahrtsskizze entnehmen. Fahrzeuge der BUL Brandenburg und der LMBV bringen Sie dann bis zum Eimerkettenbagger ERs 710.

Bitte lassen Sie uns unter 030-2451-3113 wissen, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen können.

Hintergrund

Die Entwässerungsarbeiten im Tagebau Klettwitz begannen bereits 1949. Daran anschließend erfolgte im Jahr 1951 die Aufschlussbaggerung. In jenem Jahr wurde auch die ersten Kohle gefördert. Die Inbetriebnahme einer Förderbrücke erfolgte 1954. Nach einer Havarie der Abraumförderbrücke (AFB) im Teilfeld Friedländer im Februar 1958 wurde bis 1962 nur noch im Brückenersatzbetrieb gearbeitet. Erst dann erfolgte die Inbetriebnahme der neuen AFB F45 und später der leistungssteigernde Umbau dieses Tagebaugroßgerätes für Leistungen bis 60 Mio. m³/Jahr. Mit dem Aufbau der Abraumbandanlage 1973 und dem Einsatz eines ERs 3150 im Jahre 1977 war der Endausbau des Tagebaues erreicht. Die Kohleförderung wurde im Jahr 1991 beendet. Der Tagebau beanspruchte eine Landfläche von insgesamt 5.166 Hektar. Es wurden 2.526 Mio. m³ Abraum bewegt, um 362 Mio. Tonnen Kohle zu fördern.

Zur Schließung des Nördlichen Randschlauches wurden insgesamt wurden seit 1998 bis heute ca. 14 Mio. m³ Abraum im Zugbetrieb bewegt. Diese Aufgabe erfüllten Mitarbeiter der Sanierungsgesellschaft BUL Brandenburg aus Senftenberg. In den Jahren 2001 bis 2003 arbeiteten die Sanierer der BUL Sachsen hier ebenfalls mit den Geräten im Zugbetrieb. Für diese Leistung wurden durchschnittlich je 78 Arbeitnehmer p.a. benötigt. Darüber hinaus wirkte sich der Abraumzugbetrieb positiv auch auf die Beschäftigung von Instandhaltern und weiteren ingenieurtechnische Gewerken aus.

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