Millionen Euro für Braunkohlesanierung in Sachsen-Anhalt eingeplant

Magdeburg. Für die Sanierung ehemaliger Braunkohletagebaue in Sachsen-Anhalt stehen im Jahr 2004 rund 67,1 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen bereits begonnene Großprojekte zur Rekultivierung fortgesetzt werden, teilte Wirtschaftsminister Horst Rehberger am Freitag in Magdeburg mit. Als Beispiele nannte er die Projekte Geiseltal, Wulfersdorf, Goitzsche, Amsdorf und Nachterstedt. Auch für die Sicherung der Stadt Bitterfeld vor steigendem Grundwasser wird Geld eingesetzt. Knapp ein Viertel der Mittel kommt vom Land, die übrigen größtenteils vom Bund. "Die Wandlung der ehemaligen Tagebaue hin zu Landschaften und Erholungsgebieten, teilweise sogar zu Kulturlandschaften, ist eine der größten Herausforderungen der ostdeutschen Länder nach der Wende", sagte Rehberger bei der Übergabe eines Fördermittelbescheides an die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft . "Dass die Arbeiten so zügig und für alle sichtbar vorangehen, ist als uneingeschränkter Erfolg zu bewerten." Aus den 14.500 Hektar stillgelegten Flächen des Braunkohlebergbaus in Sachsen-Anhalt sollen rund 6.500 Hektar Wasserfläche entstehen. Von den übrigen Gebieten werden mehr als die Hälfte für Landwirtschaft, Forst sowie Erholung umgestaltet. Zudem werden ehemalige Industriestandorte mit einer Fläche von etwa 400 Hektar für eine Gewerbenutzung hergerichtet.

Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 020/04

Magdeburg, den 13. Februar 2004

Fördermittel überreicht

Rehberger: Braunkohlesanierung geht auch in diesem Jahr planmäßig weiter

Die Arbeiten zur Sanierung der ehemaligen Braunkohletagebaue in Sachsen-Anhalt gehen auch in diesem Jahr planmäßig weiter. Wirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger hat heute der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft (LMBV) entsprechende Fördermittelbescheide überreicht. Für 2004 sind insgesamt 67,1 Millionen Euro eingeplant. Die Gelder setzen sich zum Großteil aus Bundes- und Landesanteilen zusammen. Der Anteil Sachsen-Anhalts macht 15,7 Millionen aus. „Die Sanierung der vom Braunkohlebergbau geschundenen Landschaft kann damit ohne Verzögerung weitergehen“, sagte Rehberger bei der Übergabe der Bescheide an LMBV-Chef Mahmut Kuyumcu.

Mit den Geldern können jetzt die Großprojekte wie Geiseltal, Wulfersdorf, Goitsche, Amsdorf und Nachterstedt fortgesetzt werden. Ebenso werden die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Wiederanstieg des Grundwassers weiter geführt. Hierzu gehört beispielsweise die Stadtsicherung Bitterfelds.

Die Wandlung der ehemaligen Tagebaue hin zu Landschaften und Erholungsgebieten, teilweise sogar zu Kulturlandschaften sei eine der größten Herausforderungen der ostdeutschen Länder nach der Wende. Dass die Arbeiten so zügig und für alle sichtbar voran gingen, sei als uneingeschränkter Erfolg zu bewerten, so der Wirtschaftsminister.

Aus den ca. 14.500 Hektar des stillgelegten Braunkohlebergbaus in Sachsen-Anhalt sollen ca. 6.500 Hektar Wasserfläche entstehen. Von den umgebenden Flächen wird mehr als die Hälfte für Landwirtschaft, Forst sowie Erholung umgestaltet. Zudem werden ehemalige Industriestandorte mit einer Fläche von etwa 400 Hektar für eine Gewerbenutzung hergerichtet.

In Sachsen-Anhalt wurden bisher Sanierungsleistungen von 1,3 Milliarden Euro erbracht, wovon 263 Millionen vom Land stammen. Die Arbeiten sind zu 85 Prozent abgeschlossen. Mit der Flutung der Tagebaurestlöcher hat der letzte große Abschnitt in der Braunkohlesanierung begonnen. Damit ist Sachsen-Anhalt am weitesten von allen ostdeutschen Bundesländern.

Die Braunkohlensanierung wird durch Bund und Länder getragen. Für die Grundsanierung trägt der Bund 75 Prozent der Kosten, der Landesanteil beträgt 25 Prozent. Die Kosten für die Arbeiten, die mit dem Wiederanstieg des Grundwassers zusammenhängen, tragen Bund und Land je zur Hälfte.

Die Rekultivierung der ostdeutschen Braunkohlefolgelandschaften ist europaweit das größte Umweltsanierungsvorhaben.

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