Großes Solarstrom-Kraftwerk soll in Sachsen auf LMBV-Fläche entstehen

Leipzig. Die Shell Solar GmbH aus München und der Projektentwickler GEOSOL aus Berlin bauen nach eigenen Angaben in Sachsen das größte Solarstrom-Kraftwerk der Welt. Es entsteht auf einer ehemaligen Deponiefläche für Kohlestaub bei Espenhain südlich von Leipzig, teilten beide Unternehmen am mit. Die Anlage wird rund 33.500 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von fünf Megawatt umfassen. Das Kraftwerk soll im Juli dieses Jahres in Betrieb gehen.

Mit dem Strom, der direkt in das Netz der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) eingespeist wird, lässt sich der Strombedarf von etwa 1800 Haushalten decken. Durch die klimafreundliche Stromerzeugung werden Emissionen von jährlich 3700 Tonnen Kohlendioxid vermieden. GEOSOL hat die sanierten Flächen für den Bau von dem Bundesunternehmen Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH gekauft.

Shell Solar hat 1997 die bis heute weltweit größte Solarstromanlage, die auf einem Dach montiert ist, in München realisiert. Bei dem Projekt in Sachsen werden nach Angaben des Herstellers neue Hochleistungsmodule eingesetzt. Sie seien hochspannungsfest und lieferten höchste Energieerträge. Shell Solar vermarktet seine Produkte in mehr als 75 Ländern. Die Mitarbeiterzahl beläuft sich weltweit auf 1.300, davon rund 150 in Deutschland. Bisher hat Shell Solarzellen und -module mit einer Spitzenleistung von mehr als 350 Megawatt ausgeliefert.

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