Baustart des 2. Bauabschnitts beim Gewässerausbau des Lobers: Ab Juni 2013 Baumaßnahmen im Bereich Delitzsch

Leipzig/Delitzsch. Das Projekt „Gewässerausbau des Lobers zum Anschluss an den Hangendgrundwasserleiter und Entfernung der Kolmationsschicht im Bereich der Stadt Delitzsch“ als Maßnahme zur Gefahrenabwehr in bebauten Gebieten mit prognostizierten flurnahen Grundwasserständen läuft weiter: Mit der Realisierung des
2. Bauabschnitts ab dem Gleisdreieck Willi-Keller-Siedlung bis zur Straße Am Rosental in Delitzsch wird im Juni 2013 begonnen. Die wasserbaulichen Arbeiten sollen bis Ende 2014 abgeschlossen werden.

Die betroffenen Anlieger wurden am 30. Mai 2013 in einer Informationsveranstaltung über den Ablauf und den Inhalt der Arbeiten durch die Stadtverwaltung Delitzsch, den Projektträger LMBV, das Chemnitzer Planungsbüro IB Melioplan und die bauausführende Firma Ecosoil Ost GmbH, Niederlassung Bitterfeld, informiert.

Große Veranstaltungen in der Stadt Delitzsch, wie Schlossfest, Peter & Paul sowie das Sächsische Erntedankfest, werden im Bauablauf berücksichtigt, um die Behinderungen für die Bürger und die Gäste der Stadt so gering wie möglich zu halten.

Der Gewässerausbau des Lobers im Stadtgebiet Delitzsch ist eine Maßnahme zur Gefahrenabwehr der sich im Ergebnis der Beendigung der montanen Wasserhaltung im Bereich des Grundwasserabsenkungstrichters der Sanierungstagebaue Delitzsch-Südwest/Breitenfeld und Rösa einstellenden flurnahen Grundwasserstände. Zielstellung ist die Herstellung der hydraulischen Durchgängigkeit sowie der Anschluss des Lobers an den oberflächennahen Grundwasserleiter, so dass es infolge der verbesserten Wasserableitung und Vorflutwirkung des Lobers zu einer relevanten Grundwasserabsenkung im Bereich der Stadt Delitzsch kommt.

Der Einbau eines Flächenfilters aus gebrochenem Naturstein unterhalb der Gewässersohle mit seitlichem Anschluss an den oberflächennahen Grundwasserleiter ist dabei das Kernelement für die angestrebte Entwässerungswirkung. Das seitlich zuströmende Grundwasser kann somit über das Gewässer abgeleitet werden und damit die Grundwasserstände abgesenkt werden. Die Entwässerungswirkung tritt nur bei dauerhafter Gewährleistung niedriger Wasserstände des Lober ein. Das setzt voraus, dass lokale Abflusshindernisse, wie Dämme jedweder Art, möglichst umgehend aus dem Gewässer entfernt werden und eine regelmäßige Gewässerunterhaltung betrieben wird.

Als zusätzliche Maßnahme zur nachhaltigen Sicherung der Baumaßnahme wird eine Doppel-Drainage vorgesehen. Die Drainage hat die Aufgaben, als Kontrollmöglichkeit zu wirken und die Entwässerung auch bei verringerter Durchlässigkeit der Flusssohle zu ermöglichen.

Durch Beschattungsmaßnahmen aus beidseitigen mehrreihigen Baumbepflanzungen soll – soweit es die städte- und landschaftsplanerischen Bedingungen zulassen und die Grundstücksverfügbarkeit gegeben ist – langfristig der Umfang der erforderlichen Unterhaltungsmaßnahmen am Gewässer reduziert werden.

LMBV_PM_2013_34

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